Alkohol hätte fast die Ehe zerstört – «Wir waren wie Studenten in erwachsenen Körpern»

Mary Lanka
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Mary Lanka
23.6.2020
3 min

Erik und Mary Lanka arbeiteten hart … daneben feierten sie heftig. Als die Immobilienblase platzte, wurde der Alkohol zu einem Albtraum für die Familie. Dann stellte Mary ein Ultimatum: «Entweder wir oder der Schnaps.»«Es war ein langer Weg durch ein grosses schwarzes Loch. Wir verhielten uns wie Studenten in erwachsenen Körpern. Man kann diese Art von Lebensstil nicht einfach beibehalten», erinnert sich Mary.

Als Erik und Mary 1998 als junges Paar heirateten, hatten sie grosse Ambitionen. Beide waren erfolgreich in der Immobilienbranche tätig. «Wir wussten, dass wir viel Geld verdienen und viele grossartige Dinge tun konnten», so Mary weiter.

«Alle haben getrunken»

«Wir haben wirklich hart gearbeitet», erläutert Erik. «Mary hat damals getrunken. Ich ebenso. Alle unsere Freunde haben damals getrunken.»

Dann kam mit Zach der erste Sohn zur Welt. «Doch ich hatte keine Zeit für ihn», blickt Mary zurück. «Ich war zu beschäftigt.»

Mit dem Traum, jung in Rente zu gehen, investierte Erik im Jahr 2002 das Vermögen in ein riesiges Eigentumswohnungsprojekt. Doch der Umbau wurde von städtischen Beamten und Familienmitgliedern blockiert. «Deshalb begann ich, mehr zu trinken», erklärt Erik.

Im Jahr darauf wurde ihr zweiter Sohn Joshua geboren. Zur gleichen Zeit brach der Immobilienmarkt zusammen. Die beiden waren hart getroffen. Die Bank begann mit der Zwangsvollstreckung.

«In den Schlaf getrunken»

«Ich fing an, mich jede Nacht buchstäblich in den Schlaf zu trinken», so Erik. Er wurde von einem, der fröhlich in Gesellschaft trank, zu jemandem, der am Abend ohnmächtig wurde. Für Mary war das teilweise richtig beängstigend. «Ich konnte ihn nicht mehr wecken. Wir hatten Streitigkeiten, an die er sich am nächsten Tag nicht einmal mehr erinnerte.»

Mary ihrerseits hörte auf zu trinken. «Ich begann, ihn dafür zu hassen, dass er sich derart ausklinkte.»

Als er eines Tages betrunken mit den Kindern im Auto unterwegs war, stellte sie ihm ein Ultimatum: «Entweder dein Schnaps oder wir.»

«Das fehlte mir die ganze Zeit»

Die Angst, seine Frau und seine Söhne zu verlieren, war zu gross für Erik. Er versprach, mit dem Trinken aufzuhören.

Dann besuchte Mary die christliche Gemeinde, in die ein Onkel regelmässig ging. «Du meine Güte, das ist es, was mir gefehlt hat», war ihr sofort klar. «Ich spürte, wie die Kraft des Heiligen Geistes auf mich kam.»

Sie wurde durch Jesus Christus vollkommen verändert. Und auch Erik vertiefte sich von nun an in ein Andachtsbuch, bis er schliesslich sein Leben ebenfalls Jesus übergab.

Ein neues Fundament

Im Dezember 2006 wurde ihr Haus von der Bank zwangsvollstreckt, so dass sie gezwungen waren, alles zu verkaufen und in einen Wohnwagen zu ziehen, während Erik nach Arbeit suchte. Beide pflegten nun aber weiterhin ihre Beziehung zu Gott. «Wir bauten unsere Ehe mit Gott als Fundament neu auf», sagt Mary.

Nachdem sie sieben Monate im Wohnwagen gelebt hatten, wurden ihre Gebete erhört. Erik fand einen Job in Durango, New Mexico.

Heute sagt Erik: «Ich würde es absolut nicht anders wollen, als das durchzustehen, was wir zusammen durchgemacht haben, denn wir sind so viel mehr füreinander da als wir jemals hätten sein können, egal wie erfolgreich wir gewesen wären.»

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