Masshalten – Teil 4 – Als Christ in einer masslosen Welt

6.11.2016
2 min

Sich in Konsum und Vergnügen zu mässigen ist ein persönlicher Gewinn. Durch ein gemässigtes Leben entstehen aber auch neue Chancen, in unserer Welt einen positiven Unterschied zu machen.

Immer mehr Gemeinden erkennen die zunehmende Masslosigkeit der Gesellschaft. Beratungen und Kurse über einen gesunden Umgang mit Geld werden angeboten. Einige Gemeinden schaffen es sogar, diese Angebote erfolgreich für Aussenstehende zu öffnen. Gemeindeglieder werden für das Problem der Masslosigkeit sensibilisiert und können ihrem Umfeld entsprechend begegnen.

Wer in materiellen Dingen und Vergnügen echte Erfüllung sucht, wird letztlich immer leer ausgehen. Ein Christ, der trotz eines bescheideneren (d.h. gemässigten) Lebensstils eine innere Freude ausstrahlt, ist eine unübersehbare Botschaft in einer materialistischen Welt.

Einfachheit: Chance für eine stärkere Gemeinschaft

Gemeinschaftliches Leben wird für Christen immer populärer. Wo Christen auf engem Raum zusammenleben und sich ein Haus oder gar eine Wohnung teilen, entstehen viele Vorteile. Beziehungen erstarken und durch das Teilen von Werkzeug, Auto, usw. kann viel Geld gespart werden. Verschiedene Fähigkeiten kommen zusammen und durch gegenseitige Unterstützung wird Zeit gespart. Auch in der Gemeinde kann jeder seine Fähigkeiten und seinen Besitz zur Verfügung stellen, um andere zu entlasten.

Der Individualismus scheint sehr komfortabel. In Wirklichkeit kostet er aber sehr viel Geld, Zeit und qualitative Gemeinschaft. Gemeinden haben die Möglichkeit, durch Einfachheit und gegenseitigen Austausch ihre Gemeinschaft zu stärken und auch zu einem Segen für ihr Umfeld werden zu lassen.

Ein gemässigtes Leben setzt Ressourcen frei

Wer weniger Geld in Konsum und Vergnügen investiert, kann mehr Geld für Gottes Reich einsetzen oder das Arbeitspensum reduzieren. Dadurch werden neue Dienste möglich. Die Gemeinde von Jesus ist international. Dadurch ist ein sinnvoller, weltweiter Austausch möglich. Auf diese Weise können nicht nur die Christen im fernen Ausland ihr Umfeld segnen, sondern auch Schweizer und Deutsche zum Teilen eingeladen werden und die Freude des Gebens kennenlernen. Um praktisch zu helfen müssen wir aber nicht weit gehen. Einem Flüchtling oder einer alleinerziehenden Mutter zur Seite zu stehen, sind ehrbare Aufgaben. Wer sie wahrnimmt, wird es am Ende seines Lebens nicht bereuen.

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