Beten ist Kampf – Aufregung in der Kommandozentrale

Im Kampf des Lebens gibt es eine wichtige Waffe: das Gebet. Wir brauchen Menschen, die Gebet ernst nehmen und von dessen Kraft und Wirksamkeit überzeugt sind. Fehlender Einsatz muss dabei nicht entmutigen - solange wir einen Schritt wagen.
18.2.2026
3 min
Wie kann man den Kampf steuern und gewinnen?
Unsplash / iSawRed
Wie kann man den Kampf steuern und gewinnen?

Heute geht es um eine Geschichte aus dem 2. Buch Mose. Es ist Krieg und der Gegner heisst Amalek. Ein sehr unangenehmer Gegner. Er hat es auf den «Nachtrab» abgesehen, die Schwachen, die erschöpft und müde waren (5. Mose Kapitel 25, Verse 17–19).

Solche Menschen gibt es heute in jeder Gemeinde. Diejenigen, die neu im Glauben sind, oder solche, die Paulus in Römer Kapitel 15 als «Schwache» bezeichnet. Leider werden oft genau sie zur Beute dieses Gegners, der modernen Amalekiter. Heimlich, hinter dem Rücken des Volkes, treiben sie ihr Unwesen.

Wie kann man diesen Kampf gewinnen? Wir brauchen Leute, die beten. Leute, die das Gebet wieder ernst nehmen und von dessen Wirksamkeit und Kraft überzeugt sind.

Beten ist Kampf

Josua kämpft, Mose betet, Aaron betet, Hur betet. Überraschend, oder? Für jeden Kämpfer plant Gott offenbar drei Beter ein. Merkst du was? Ahnst du, woher unsere geistliche Kraftlosigkeit kommt? Warum erledigt der Feind die Schwachen so erfolgreich? Warum gibt es so viele Entmutigte, die auf der Strecke bleiben? Warum werden so viele geistliche Fruchtzwerge nicht zu reifen Christen?

Beten ist Kampf. «Und die Hände Moses wurden schwer.» Das war damals wie heute so. Vielleicht halten wir drei Tage durch, bis irgendetwas Belangloses dazwischenkommt.

Darum hier eine Idee: Warum tun wir Männer uns nicht in kleinen Gruppen zu schlagkräftigen Gebetsteams zusammen? Bilde doch noch heute einfach ein MAH-Team – ein Mose-Aaron-Hur-Team! Ruf zwei gläubige Männer an, lade sie für eine halbe Stunde in dein Arbeitszimmer ein und betet. Oder meint ihr wirklich, Gott würde euch nicht hören?

Ole Hallesby schreibt in seinem Buch «Vom Beten»: «Wenn es dir schwer wird zu beten, so bete nur dieses kleine Gebet: ‹Herr, lehre mich beten!›» Das wäre doch wenigstens ein Anfang.

Hauptsache anfangen

Als die junge Gemeinde in Jerusalem sich ersten Herausforderungen gegenüber sah, wurden Leute für den «Kampf» bestimmt. Die Zwölf aber sagten: «Wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren» (Apostelgeschichte Kapitel 6, Vers 4). Hammer, oder? Sie sagten sinngemäss: Wir können doch hier nicht die Gebets-Arena verlassen – auf keinen Fall.

Ich weiss, bei mir und vielleicht auch bei dir ist Luft nach oben, was das Gebetsleben betrifft. Das braucht und soll uns nicht weiter demütigen – wenn wir denn anfangen.

«Wer Gott bittet, darf kein langes Gewäsch machen. Die Heiligen in der Schrift haben mit kurzen, aber starken und gewaltigen Worten gebetet, wie man im Psalter sieht.» - Martin Luther

Dieser Beitrag erschien zuerst im ethos Heft 1/2026.

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