Dass wir ohne Gemeinschaft krank werden, zeigt sogar eine Studie: Alleinlebende Menschen haben ein 1,5- bis 2,5-fach höheres Risiko, psychische Erkrankungen zu entwickeln, als Personen, die mit anderen zusammen wohnen. Einsamkeit ist also nachweislich schädlich für Menschen.
Woher kommt denn dieser Wunsch nach Nähe zu anderen? Den Grund dafür finden wir auf den ersten Seiten der Bibel: Der Mensch wurde als soziales Wesen geschaffen. Gott als der beste Lebensberater aller Zeiten sagt dazu:
«Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.»
Das ergibt auch im gesamten Schöpfungskonzept total Sinn: Wir sind im Bild des Gottes geschaffen, der mit sich selbst Beziehung lebt (3-in-1 als Vater-Sohn-Heiliger Geist.). Deshalb brauchen auch seine Geschöpfe Beziehungen zu anderen Geschöpfen.
Viel heisst nicht intensiv
Soziale Medien bieten uns heutzutage zwar viele Kontaktmöglichkeiten, verführen dabei aber gleichzeitig zu Oberflächlichkeit. Witzige Textnachrichten auf WhatsApp oder stylische Bilder auf Instagram können ein persönliches Gespräch unter guten Freunden nicht ersetzen. Tempo ohne Tiefgang bringt dich nicht wirklich voran. Deswegen brauchen wir echte, ehrliche, intensive und weiterbringende Freundschaften mit Menschen, die einen verstehen und mit denen man auch über Intimes reden kann.
Auch der grosse Apostel Paulus brauchte solche Beziehungen zu anderen Menschen. Als er nach einer langen Schiffsreise in Rom ankam, berichtet Lukas (Apostelgeschichte Kapitel 28, Vers 15): «Und von dort kamen die Brüder, als sie von uns gehört hatten, uns … entgegen; und als Paulus sie sah, dankte er Gott und fasste Mut.» Die Begegnung mit anderen Christen schenkte ihm neuen Mut in schwierigen Zeiten.
Gestärkt im Glauben
Obwohl er auch viel Briefkontakt hatte, legte er immer wieder Wert auf persönlichen Austausch: «Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitteile, um euch zu befestigen, das ist aber, um mit euch getröstet zu werden in eurer Mitte, ein jeder durch den Glauben, der in dem anderen ist, sowohl euren als meinen» (Römerbrief, Kapitel 1, Vers 11-12).
Es ist so wertvoll, durch den gegenseitigen Austausch in seinem persönlichen Glauben gestärkt zu werden, zusammen beten zu können und auch mal mit jemandem, der dieselben Lebensziele hat, über kleine Alltagsprobleme reden zu können.
Wenn du noch keine echten Freundschaften in diesem Sinne kennst und geniesst, dann bete dafür und mach dich auf die Suche nach Leuten, mit denen du eine Beziehung pflegen kannst, in der Jesus im Mittelpunkt steht. Das wird dich, den anderen und auch euer gemeinsames Umfeld weiterbringen und den Menschen einen Beweis davon geben, dass christliche Gemeinschaft eine Tiefe erreicht, von der eine Welt voller oberflächlicher Kontakte nur träumen kann.
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In einem crosstalk haben Chris und Natha über gesunde Freundschaften gesprochen.

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