Ein Leben im Überfluss

22.11.2019
3 min

Heute gilt: Wer nicht glücklich ist, der ist selbst schuld und hat irgendetwas etwas falsch gemacht.

Und so gibt es zahllose Ratgeber und Hilfen, die Menschen den Weg zeigen, wie sie zu einem glücklichen Leben finden.

Jeder muss glücklich sein

Dahinter steht die Vorstellung, ja sogar Erwartung, dass jeder glücklich sein muss und auch kann und dazu nur das Richtige tun muss. Es gilt das Motto: «Jeder ist seines Glückes Schmied.» Damit ist auch jeder für sein Glück verantwortlich. Das ist bis zu einem gewissen Punkt auch durchaus zutreffend. Aber es gibt bei dieser Frage noch andere Gesichtspunkte.

Es gibt viele Bereiche und Ereignisse, auf die ein Mensch keinen oder nur bedingt Einfluss hat und die einem das Glück «verhageln» können: Krankheit, Arbeitslosigkeit, materielle Not, der Zerbruch einer Beziehung, ein Unfall, der Tod eines Menschen…

Wann ist jemand glücklich?

Doch was ist Glück überhaupt? Ist es die Abwesenheit von Unglück? Für viele bedeutet Glück vor allem materieller Wohlstand, aber auch gute Beziehungen (eine Partnerschaft), Gesundheit und Sicherheit. Wer all das hat, gilt als glücklich.

Doch so einfach ist es nicht: Studien zeigen, dass Menschen in vielen Ländern deutlich glücklicher sind als Europäer, obwohl sie einen viel geringeren Lebensstandard und ein viel schlechteres Gesundheitssystem haben und oft mehr mit Herausforderungen kämpfen müssen und zudem auch noch deutlich kürzer leben.

Tatsächlich gibt es Menschen, die Widrigkeiten und Schicksalsschläge ertragen und dennoch glücklich sind. Da wird deutlich, dass es auch darum geht, wie jemand mit einer Belastung oder einem negativen Ereignis umgeht und nicht nur, dass er möglichst viel tut, um sich glücklich zu fühlen.

Jesus verspricht kein Glück

Jesus hat den Menschen nie Glück versprochen. Ihm ging es um etwas ganz anderes. In einfachen Worten hat er da gesagt: «Ich bin gekommen, um euch zu sagen und zu zeigen, dass Gott euch liebt und euch ein neues Leben schenken will. Das ist nicht nur etwas für ein paar einzelne, damit beginnt eine neue Zeit und eine neue Wirklichkeit für die Menschen.»

Jesus verspricht nicht Glück, sondern Leben. Wörtlich sagt er: «Ich aber bringe Leben – und dies im Überfluss.» (Die Bibel, Johannes-Evangelium, Kapitel 10, Vers 10) Jesus verspricht Leben und zwar keines im Sinne von Vor-sich-hinleben. Er verspricht eine ganz neue Existenz, und zwar eine, in der ein Mensch ganz anders lebt. Ein Leben, in dem er erfährt, dass Gott ihn, so wie er ist, liebt, ihn annimmt und ihm vergibt. Ein Leben, in dem er als Kind Gottes leben darf und in dem der Geist Gottes wohnt, um ihm zu helfen in seinem Leben.

Eine ganz andere Sicht von Glück

Interessant ist, dass Jesus dieses zitierte Wort vom überfliessenden Leben sagt, als er dabei ist, sich mit einem Hirten zu vergleichen, jemandem, der sich um die Menschen sorgt, der selbstlos für sie da ist. Genau das ist die Perspektive von Jesus. Man könnte auch sagen: dass ist seine Perspektive von Glück und erfüllendem Leben.

Dieses Leben kann jeder bekommen, der sein Leben, so wie es jetzt ist, in die Hände von Jesus legt und ihm sagt: «Jesus, ich will und ich brauche dich. Komm du in mein Leben. Gib mir dein neues Leben.»

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