Fasten

10.12.2009
2 min

Der Sinn des Fastens ist geistige Sammlung

Fasten heisst: sich ganz oder teilweise der Nahrung zu enthalten. Das ist eine Vorbedingung für jede grosse geistige Konzentration. Der Fastende denkt klarer und gesammelter als der Satte.

Bei den grossen entscheidenden Gebetsanliegen geht es darum im Neuen Testament ohne Fasten nicht ab. Besonders erfordert der Kampf gegen die dämonischen Mächte die letzte Zusammenfassung aller Geisteskräfte im Gebet, und die ist nur dem Fastenden möglich (Matth. 17,21; Mark. 9,29). Jesus, wie er seinen ersten Entscheidungskampf mit dem obersten Dämon kämpft, fastet vierzig Tage (Matth. 4).

Wo es darum geht, Klarheit für wichtige Entscheidungen zu erlangen, gilt es, zu beten unter Fasten, damit die Organe des Geistes die volle Empfänglichkeit haben für jeden Wink von oben (Apg. 13,2). Das rechte Fasten geschieht im Blick auf Gott und nicht mit einem Seitenblick auf die Menschen (Matth. 6,16).

Jesus setzt bei seinen Jüngern das Fasten als selbstverständlich voraus

Jesus setzt bei seinen Jüngern das Fasten als selbstverständlich voraus (Matth. 6,16-18). Die Apostel haben auch nach Pfingsten das Fasten weiter geübt und auch den Gemeinden empfohlen (Apg. 14,23; 1. Kor. 7,5; 2. Kor. 6,5). Das Fasten als gesetzliche Übung hat Jesus aufgehoben (Mark. 2,18 ff.). (Fasten aus Selbsterlösungsgründen verachtet das Schöpfungsgemässe, das gut ist, wenn es mit Danksagung empfangen wird.)

Auch der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Leibes kann das Fasten grosse Dienste leisten (1. Kor. 9,25).

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Thema
Ruach bedeutet Geist, Wind, Atem

Was bedeutet «Ruach»? – Wo Gottes Geist in Bewegung bringt

Mit dem Wort «Ruach» beschreibt die Bibel den Geist Gottes. Die Literaturwissenschaftlerin Beate Bittner lädt ein, das altbekannte Wort neu zu entdecken. Steckt hinter dem vermeintlich vertrauten Begriff womöglich mehr als wir ahnen?
Thema
Es gibt viele Eigenschaften, die einen guten Hirten beschreiben.

Hirte sein – Von Schafen, Königen und dem Mann aus Nazareth

Die Bibel berichtet unzählige Male vom Beruf des Hirten. Welche Bedeutung hat er in der Bibel und und für uns heute? Und wie sieht das aus Perspektive der Schafe aus? Erläuterungen von Lydia Rieß.
Thema
Auch Gottes Mund und seine Nase werden in der Bibel beschrieben

Menschliche Eigenschaften – Gottes Mund und Gottes Nase

Die Gesichtsmerkmale Augen, Ohren, Mund und Nase üben die Funktionen von Sehen, Hören, Sprechen und Riechen aus. Alle diese Sinnesorgane sind nach biblischem Zeugnis auch Gott eigen. Was sagt die Bibel über Gottes Mund und Nase?
Thema
Leonard Cohen

Nachgehakt – Was bedeutet «Halleluja»?

Leonard Cohen ging mit seinem Lied «Halleluja» in die Geschichte ein. Manche benutzen den Begriff inzwischen als Ausdruck des Erstaunens. Und natürlich kennt man das Halleluja aus der Kirche. Doch was bedeutet dieses Wort eigentlich?