Hell und staubfrei – Saturn-Ringe lassen Universum jung aussehen

Die Erwartung, dass das Universum so alt ist, wie üblicherweise angenommen wird, hat sich nicht immer bewährt, erklärt Peter Trüb. Ein Beispiel dafür sind die Saturn-Ringe.
3.4.2024
2 min
Der Planet Saturn
Wikimedia
Der Planet Saturn

«Es gibt Phänomene, bei denen es schwierig zu erklären ist, wie sie da sein können, wenn das Sonnensystem fünf Milliarden Jahre alt wäre, wie es im Standard-Modell angenommen wird», sagt der Physiker und «Wort-und-Wissen»-Mitarbeiter Peter Trüb im Gespräch mit Livenet.

«Eines dieser Phänomene sind die Saturnringe. Bei diesen hat man herausgefunden, dass sie Eigenschaften haben, die nicht zu einem so hohen Alter passen. Diese Ringe sind noch sehr hell. Wenn sie schon sehr alt wären, müssten sie durch Staub und andere Ablagerungen dunkler sein. Es ist auch zu sehen, dass sie zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser bestehen.»

Wenn sie wirklich Milliarden von Jahren alt wären, hätte sich auch hier mehr anderes Material ansammeln müssen.

Saturn kein Einzelfall

Peter Trüb
zVg
Peter Trüb

Ausserdem entdeckte man auch bei anderen Planeten Ringe. «Beim Saturn sind diese schon lange bekannt. Aber auch bei den entfernten Planten Jupiter, Uranus, und Neptun entdeckte man Ringsysteme. Nun ist man in der Situation, dass man ein Phänomen hat, bei dem man denkt, dass es noch nicht fünf Milliarden alt ist.»

Zudem ist das gleichzeitig bei mehreren Planeten der Fall und es wäre ein grosser Zufall, dass wenn Ringe ein vorübergehendes Phänomen wären, gleich vier Planeten in unserer Zeit ein solches Ringsystem hätten. Deshalb überlegen sich die Astronomen, ob die Ringe sich vielleicht laufend erneuern, aber bei Ringen, die aus grösseren Bruchstücken bestehen, ist das schwierig.

Interessante Entdeckungen

«Als Christen sind wir interessiert an der Frage, wie alt das Universum ist. Das traditionelle Bibelverständnis ist, dass die Schöpfung, von der wir im ersten Buch Mose lesen, noch nicht so lange zurückliegt», bilanziert Peter Trüb.

Dazu gibt es gerade bei den Planeten verschiedene, interessante Entdeckungen. «Es gibt Argumente für eine junge Schöpfung, wie etwa bei den Saturnringen. Im Sonnensystem gibt es weitere Erwartungen, die sich nicht bestätigt haben. Zum Beispiel ging man davon aus, dass die äusseren Planeten und ihre Monde erkaltet und inaktiv sind. Doch durch die Raummissionen erkannte man, dass manche geologisch aktiv sind und ein Magnetfeld haben.»

Die Erwartung, dass das Sonnensystem so alt ist, wie üblicherweise angenommen wird, hat sich nicht immer bewährt, erläutert Peter Trüb.

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