Es ist die Geschichte vom Turmbau zu Babel (1. Mose 11,1-9). Darin finden sich fünf Kontraste zu Pfingsten, die kaum zu übersehen sind.
Erstens
Babel: Die Menschen bauen einen Turm, der bis in den Himmel reichen soll.
Pfingsten: Gottes Geist kommt vom Himmel zu den Menschen.
Zweitens
Babel: Die Menschen versammeln sich, um sich selbst einen grossen Namen zu machen.
Pfingsten: Die Christen gehen hinaus in die Welt, um Gottes Namen gross zu machen.
Drittens
Babel: Gott verwirrt die Menschen.
Pfingsten: Gott schenkt den Menschen seinen Geist, um ihn zu erkennen.
Viertens
Babel: Die Menschen sprechen unterschiedliche Sprachen und können sich nicht mehr verständigen.
Pfingsten: Menschen preisen Gott in verschiedenen Sprachen – und werden verstanden.
Fünftens
Babel: Die unterschiedlichen Sprachen hindern die Menschen daran, ihr gemeinsames Vorhaben umzusetzen.
Pfingsten: Menschen tun Gottes Willen und verkünden das Evangelium in verschiedenen Sprachen.
Pfingsten zeigt, dass Gott sein Reich für Menschen aus allen Völkern und Sprachen öffnet, die an ihn glauben. Deshalb sorgt er dafür, dass sein Evangelium in vielen Sprachen verkündet wird.
Wie geht es weiter?
Willst du wissen, wie es nach Pfingsten mit dem Evangelium weitergeht? Dann schau einfach ins Video. Es dauert nur zwei Minuten.
Die Apostelgeschichte im grossen Bild der Bibel
Um die Apostelgeschichte besser zu verstehen, ordnen wir sie zunächst in das grosse Bild der Bibel ein. Die Bibel zeigt Gottes Plan, die Menschen durch Jesus Christus zu retten. Warum diese Rettung nötig ist, sehen wir im Alten Testament: Dort wird das Problem sichtbar. Im Neuen Testament finden wir Gottes Lösung. Die Evangelien zeigen, wie Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung die Rettung möglich macht.
In der Apostelgeschichte beginnt dann eine neue Zeit: Der Heilige Geist kommt auf die Erde. Und wir sehen, wie sich Gottes Rettungsbotschaft wie ein Lauffeuer ausbreitet.
Zu Beginn der Apostelgeschichte geschieht ein grosser Wechsel: Jesus ist nicht mehr auf der Erde, sondern kehrt in den Himmel zurück. Von dort wirkt er durch seine Nachfolger weiter. Diese geben die Rettungsbotschaft zunächst an die Menschen weiter, die ihnen am nächsten sind: die Israeliten. Sie spielten im Alten Testament eine zentrale Rolle. Gott hatte ihnen seine Botschaft anvertraut – zunächst in einer gemeinsamen Sprache.
Doch jetzt beginnt ein Übergang. Der Heilige Geist kommt auf die Erde, und Menschen aus vielen verschiedenen Völkern hören Gottes Rettungsbotschaft in ihrer eigenen Sprache. Von nun an breitet sie sich immer weiter aus: von Jerusalem über Samaria bis an das Ende der damals bekannten Welt.
Der wohl einflussreichste Verkündiger dieser Zeit ist der Apostel Paulus. Auf seinen Reisen verkündet er Tausenden von jüdischen und nichtjüdischen Menschen die Botschaft von Gottes Königreich. Viele nehmen sie an und werden Teil der Gemeinde – eines himmlischen Volkes, das Menschen aus allen Nationen vereint, die mit Jesus Christus verbunden sind.
Genau das zeigt die Apostelgeschichte: Gottes Rettungsbotschaft zieht immer weitere Kreise.
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