Mathematiker Will Jones – «Warum Wissenschaftler sagen, Glaube an Gott ist rational»

25.3.2020
3 min
vlnr: John Polkinghorne, John Lennox und Stephen Hawking
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vlnr: John Polkinghorne, John Lennox und Stephen Hawking

Der Glaube an Gott ist rational, erklärt der Mathematiker Will Jones in einem Gastkommentar auf dem Portal «Christian Today». Er streift dazu durch die Argumente von mehreren Schwergewichten aus verschiedenen Sparten der Wissenschaft.Will Jones schreibt: «Francis Collins, ehemaliger Direktor des 'Human Genome Project' und Christ, hat beobachtet, dass es 15 Konstanten mit präzisen Werten gibt. Wenn eine dieser Konstanten auch nur um weniger als einen Millionstel oder in einigen Fällen um weniger als eine Million Millionstel abweichen würde, könnte das Universum in dieser Form nicht funktionieren.»

So würde sich die Materie nicht zusammenfügen lassen «und es würde keine Galaxien, keine Sterne, keine Planeten und keine Menschen geben».

Der bekannte Cambridge-Physiker und Christ John Polkinghornestimmt laut Jones zu. Bei den geringsten Abweichungen wäre früher, bei höheren Temperaturen, «der gesamte Wasserstoff in Helium umgewandelt worden, bevor er unter die Temperatur abgekühlt wäre, bei der die kosmischen Kernprozesse aufhörten. Dies hätte nicht nur bedeutet, dass es kein Wasser, das für das Leben so wichtig ist, gegeben hätte, sondern es hätte auch nur Helium-brennende Sterne gegeben, die nicht lange genug gelebt hätten, um die Entwicklung von Leben auf einem ihrer Planeten zu unterstützen.»

Auch Atheisten anerkennen

Selbst atheistische Wissenschaftler sind gezwungen, die Feinabstimmung des Universums anzuerkennen. Will Jones zitiert den bahnbrechenden Kernphysiker Sir Fred Hoyle: «Wenn dies eine rein wissenschaftliche Frage wäre und nicht eine, die das religiöse Thema berührt, glaube ich, dass jeder Wissenschaftler, der die Beweise untersucht hat, den Schluss ziehen würde, dass die Gesetze der Kernphysik absichtlich entworfen wurden. Eine vernünftige Interpretation der Tatsachen legt nahe, dass ein Überintellekt sowohl die Physik als auch die Chemie und die Biologie entwickelt hat.»

Oder Stephen Hawking: «Wäre die Expansionsrate nur eine Sekunde nach dem Urknall auch nur um einen Teil von hundert Milliarden Millionen kleiner gewesen, wäre das Universum wieder zusammengebrochen, bevor es seine heutige Grösse erreicht hätte... Unser Universum und seine Gesetze scheinen einen Entwurf zu haben, der sowohl massgeschneidert ist, um uns zu unterstützen, als auch – wenn wir existieren sollen – wenig Raum für Veränderungen lässt.» Hawking vermied es aber, auf einen Schöpfer zu schliessen.

Auch immaterielle Gegebenheiten deuten auf Gott

Weiter gebe es auch immaterielle Aspekte des Universums zu erklären, wie Bewusstsein, Moral und freien Willen. «Dafür gibt es, wie der führende Philosoph – und Atheist – Thomas Nagel festgestellt hat, keine plausible Erklärung innerhalb eines rein materialistischen 'neo-darwinistischen' Rahmens.»

Nagel entscheidet sich für «eine natürliche Teleologie» und nicht für den Theismus, um all dies zu erklären, indem er ein Universum postuliert, das (aus welchem Antrieb auch immer) «bewusst werden will». Will Jones: «Vielleicht wird er sich jedoch, wie ein anderer berühmter atheistischer Philosoph, Anthony Flew, mit der Zeit zum Theismus hinbewegen.»

Mathematiker Will Jones, der zudem einen Doktorgrad in politischer Philosophie besitzt: «Der erfahrene Apologet John Lennox sprach vor kurzem in der Kathedrale von Coventry über die Beweise für einen Schöpfer. Ein Kollege von mir begleitete einen atheistischen Freund von Lennox an den Vortrag. Dieser erklärte anschliessend: 'Ich glaube jetzt auch an einen Schöpfergott'. Das ist die Macht der Wahrheit.»

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