Lasst uns essen und trinken… – Was, wenn Jesus nicht auferstanden wäre?

27.3.2016
3 min
Leeres Grab (Symbolbild)
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Leeres Grab (Symbolbild)

Hypothetische Fragen sind eigentlich nicht besonders konstruktiv. Denn dieses «Was wäre, wenn» gilt ja nicht. Trotzdem geben wir dieser Frage mal eine Chance.

Was wäre, wenn man am ersten Tag der neuen Woche den Leichnam von Jesus schön fertig einbalsamiert und ihn dann zur ewigen Ruhe gelegt hätte?

  1. Wäre Jesus nicht auferstanden, wäre jede Predigt sinnlos.
    Wäre Jesus tot, gäbe es keine Wirklichkeit hinter vielen wichtigen Sätzen, die Jesus sagte. «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst» würde zu einem humanistischen Lehrsatz verkommen. Die Botschaft der Bibel wäre hohl und
    ohne Vollmacht. Unsere Predigten wären vergeblich.

  2. Wäre Jesus nicht auferstanden, wäre unser Glaube vergeblich.
    Wäre die Auferstehung nichts anderes als ein historisch-literarischer Scherz von irgendwelchen Geschichtsschreibern, gäbe es keinen Grund, an die Lehren eines gekreuzigten Mannes zu glauben. Im besten Fall wäre Jesus heute ein Vorbild wie andere tolle Menschen auch. Aber der Glaube an einen toten Christus wäre ein Luftschloss, eine Legende, die sich ins Nichts auflöst. Durch seine Auferstehung haben wir allen Grund an ihn zu glauben und können Jesus bedingungslos vertrauen.

  3. Wäre Jesus nicht auferstanden, wäre unsere Hoffnung sinnlos.
    Wir wären die dümmsten Menschen, denn dann hätten wir unser Leben auf eine Illusion gebaut. Wir hätten uns abgemüht, gelitten, gehofft. Wir hätten uns für Jesus und für unseren Glauben engagiert und wären, wie Paulus es im 1. Korintherbrief, Kapitel 15, Vers 19 beschreibt, «die bedauernswertesten unter allen Menschen». Oder später bringt er das sogar noch rustikaler auf den Punkt: «Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!» Durch seine Auferstehung erleben wir immer wieder, dass Hoffnung zur Realität wird.

  4. Wäre Jesus nicht auferstanden, wären wir verurteilte Sünder.
    Es gibt unendlich viele religiöse Fanatiker, die gerne Gott und Kirche spielen möchten. Sekten gibt es genug. In diesen Gruppen liegt der Erlösung immer eine Leistung zugrunde. Wenn –, dann! Jesus hat aber durch seinen Tod und seine Auferstehung den Weg frei gemacht zu Gott. Jesus hat alle Sünden auf sich genommen, ist für uns gestorben. Und hat uns dadurch «begnadigt». Durch seine Auferstehung können wir Vergebung erleben und so unser Leben mit Jesus an unserer Seite gestalten.

Durch seine Auferstehung sind und bleiben die Inhalte der Bibel  wertvoll und relevant.

Was bleibt, wenn alles wegfällt?

Manchmal stelle ich mir vor, wie unsere Gesellschaft darauf reagieren würde, wenn an Karfreitag, an Ostern und an Pfingsten alle kommerziellen Aspekte wegfallen würden. Nach Weihnachten müssten die Schoggifabriken keine Osterhasen produzieren. Die aus dem Ausland importierten Ostereier blieben da, wo sie herkommen. Es gäbe keine Ostergeschenke, keine freien Tage und dadurch keine clever geplanten Ferientage. Es würden keine Kinder in pinkfarbenen Osterhasengewändern durch die Gärten hüpfen. Wir würden uns als Freunde nicht zum Osterbrunch nach dem Ostermarsch treffen. Letzteres wäre schade.

Denn Ostern bedeutet auch, dass wir zusammenkommen, um Gottes Weg mit uns Menschen zu feiern. Dass wir uns fröhlich freuen können über die Liebe, die er uns durch seinen Gang ans Kreuz bewiesen hat. Wir könnten dankbar sein, dass Liebe, Glaube, Hoffnung nicht nur Worte sind, sondern Ausdruck der Beziehung zwischen Mensch und Gott. Also erlauben wir uns doch, die Worte von Paulus etwas abzuändern: «Lasst und essen und trinken, denn morgen leben wir – weil Christus uns das Leben über den Tod hinaus geschenkt hat.»

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