Der verschollene Jesus – Wo ist der Welterlöser?

6.4.2019
3 min
Gemälde «Salvator Mundi»
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Gemälde «Salvator Mundi»

Die Kunstwelt ist in Alarmstimmung. Das teuerste Gemälde der Welt, der «Erlöser der Welt» von Leonardo da Vinci, ist unauffindbar (Livenet berichtete). Ausgerechnet in einem islamischen Land verschwunden. Gibt es noch Hoffnung?Verschleierter Blick, sorgfältig ondulierte Löckchen, Kristallkugel in der Hand und gekreuzte Finger – so stellte Leonardo da Vinci Jesus dar. Sein Bild wurde für den Rekordpreis von 450 Millionen Dollar erst nach Saudi-Arabien verkauft und wanderte dann offenbar nach Abu Dhabi weiter. Jetzt ist er verschwunden, wie am 1. April bekannt wurde. Der Erlöser der Welt – gekidnappt? Die Spekulationen überschlagen sich.

Wo ist der Welterlöser?

Eine gute Frage. Gibt es ihn überhaupt? Über Jesus kursierten von Anfang an tausend Gerüchte. Sein Leichnam sollte von seinen Jüngern geklaut worden sein (so wollten die Stadtväter von Jerusalem sein leeres Grab erklären). Eigentlich hing ein anderer am Kreuz (glaubten später viele, denen der gekreuzigte Gottessohn ein Dorn im Auge war). Eigentlich hätte es ihn überhaupt nicht gegeben (behaupteten liberale Theologen vor 200 Jahren). Und er hätte eine geheime erotische Beziehung zu Maria Magdalena gehabt (glauben viele Dan-Brown-Fans). Bis heute scheint er für viele von einem Dickicht von Mythen und Legenden umwuchert zu sein.

Die Undefinierbarkeit des Göttlichen

Für einen Oxforder Historiker ist das verschollene Jesus-Bild «Leonardos stärkste Aussage über die Undefinierbarkeit des Göttlichen». Echt jetzt? Androgyne Züge, Kristallkugel und gekreuzte Finger – will Leonardo uns sagen, über Gott könne man eigentlich nichts Konkretes wissen und Jesus sei eine ganz rätselhafte Figur? Klar, viele Leute lieben es, Jesus so verschleiert im Halbdunkel zu lassen. Dann kommt er uns wenigstens nicht so nahe.

Viele andere aber sind verzweifelt auf der Suche nach dem Erlöser der Welt. Und für sie gibt es gute Nachricht: «Sucht, und ihr werdet mich finden», hat der echte Jesus versprochen.

Das Prinzip der Telefonzelle

Wenn Jesus wirklich der Erlöser der Welt war, dann brauchen wir einen besseren Zugang, um diese Erlösung zu erleben. Schon immer war es so: Wer sich auf Jesus einlässt, der erkennt ihn. Ein Vergleich hilft: Früher gab es Telefonzellen, die waren dunkel – solange man draussen stand. Wenn man aber die Tür öffnete und eintrat, wurde es hell. Genau so ist es bei Jesus. Wer auf Distanz bleibt, wird ihn nicht erfahren. «Wer meine Worte hört und sie tut, der wird erkennen, dass ich von Gott gesandt bin», hat Jesus gesagt. Das erfahren Menschen bis heute. Wer sich wirklich auf Jesus einlässt, erfährt ihn. Seine Worte, seine Taten und alles, was wir über ihn wissen müssen, ist zuverlässig überliefert.

Gott sei Dank, Jesus ist weg

Als Jesus 40 Tage nach seiner Auferstehung in den Himmel fuhr, hatten seine Anhänger ein ähnliches Erlebnis wie die Kunstwelt heute: «Wo ist jetzt unser Erlöser?» Sie hätten ihn gern sichtbar bei sich behalten.

Aber dank der Tatsache, dass Jesus – nach seinen eigenen Worten – jetzt «beim Vater» ist, also in der Dimension Gottes, kann er heute überall auf der Welt bei den Menschen sein, die ihn suchen und ihn brauchen. Der wahre Erlöser der Welt ist unsichtbar, aber sehr real. Ihn kann keiner verstecken oder einfach verschwinden lassen.

Und das Schönste ist: Er ist weder käuflich noch verkäuflich. Die Erlösung der Welt war nicht billig (sie kostete Jesus das Leben), aber für uns ist sie gratis. Hören Sie, was er sagt: «Wer Durst hat, der soll kommen. Er soll vom Wasser des Lebens trinken – umsonst» (Offenbarung, Kapitel 22 Vers 17).

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