Staubfrei nach 3'000 Jahren – Woher stammt: «Wer andern eine Grube gräbt»?

6.2.2015
2 min
Mann gräbt ein Loch in den Boden.
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Mann gräbt ein Loch in den Boden.

Wer jemanden reinlegen oder schädigen will, läuft in die Gefahr, sich letztlich selbst zu schaden. Diese Worte drückt die Redewendung «Wer andern eine Grube gräbt, … » aus. Die bekannte Redewendung geht auf den biblischen König Salomo zurück.

Ein Blick in den Blätterwald zeigt: Mehr oder weniger täglich wird das Sprichwort «Wer andern eine Grube gräbt, …» im deutschsprachigen Raum in einer Zeitung verwendet. Die wenigen Worte bringen ein Ereignis auf den Punkt und zeigen, dass sich ein Vergehen nicht gelohnt hat und dass alles zurückkommt. Ebenso sind diese Worte in der Kultur zu finden, so wurde beispielsweise die 76.-Tatort-Folge so genannt.

Biblische Ur-Version war etwas länger

Das ganze Zitat ist in seiner ursprünglichen Form noch etwas länger: «Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer mit Steinen wirft, wird selbst getroffen!» (Die Bibel, Sprüche, Kapitel 26, Vers 27) Und in ähnlicher Form steht es in Prediger, Kapitel 10, Vers 8: «Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen, und wer eine Mauer abreisst, kann von einer Schlange gebissen werden.» Geschrieben hat beide biblischen Bücher - die Sprüche wie den Prediger - grösstenteils der König Salomo.

Salomo, der scharfsinnige Beobachter

Die Worte stammen also nicht von einem Philosophen oder Psychologen aus neuerer Zeit, nein, sie gehen zurück auf den weisen König Salomo, nach dem auch das sogenannte salomonische Urteil benannt worden ist.

Salomo war nicht nur ein weiser Herrscher, der Israel in ein goldenes Zeitalter führte, sondern ein äusserst scharfsinniger Beobachter. Und so wurde sein Hof zu einer Quelle der Weisheit, aus der unser heutiger Wortschatz noch heute schöpft – rund 3'000 Jahre später sind diese Gedanken lebendiger denn je, unter anderem wegen der Redewendung «Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.»

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