Gott führt Menschen – Ein F/A-18 Pilot im australischen Outback

Thomas Beyeler (links) und ein Flugschüler
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Thomas Beyeler (links) und ein Flugschüler
27.6.2021
4 min

Als F/A-18 Pilot hatten sich die Jugendträume von Thomas Beyeler erfüllt. Trotzdem betete er oft, dass Gott ihn weiterhin führen möge. Jahre später reiste er mit seiner Familie nach Australien aus, wo er Buschpiloten ausbildete.

Schon als Teenager war Thomas Beyeler (*1982) von der Fliegerei begeistert. «Ich wollte Militärpilot werden.» Erfolgreich durchlief er die Selektionsschritte und wurde als Pilotenanwärter ins Militär aufgenommen und nach erfolgreicher Ausbildung F/A-18 Pilot.

Gott hat einen Plan für unser Leben

Thomas war überzeugt, dass Gott einen Plan für sein Leben hat. Deshalb begleitete ihn das Gebet um göttliche Berufung viele Jahre. Nachdem er geheiratet, eine Familie gegründet hatte und die drei Kinder eingeschult waren, betete er dieses Gebet nicht mehr. Der Platz als Militärpilot schien sich als seine Berufung bestätigt zu haben.

Doch dann begannen interessante Dinge zu passieren. Umstände ergaben sich, Leute kontaktierten ihn und irgendwann erkannten Thomas und seine Frau, dass Gott ihren weiteren Lebensweg zur Organisation MAF (Mission Aviation Fellowship) wies. Es folgten Bewerbung und Abklärungsschritte, welche Thomas bestand und so Teil der Missionsorganisation wurde. 2015 reiste er mit seiner Familie nach Australien aus.

Internationale Hilfsorganisation

MAF ist ein internationales christliches humanitäres Flugunternehmen, welches in 26 Ländern (im globalen Süden) mit 130 Kleinflugzeugen Hilfe, Hoffnung und Heilung bringt. «Die meisten Flüge werden für Partnerorganisationen ganz verschiedener Hilfswerke gemacht. Diese Organisationen brauchen unsere Dienstleistungen, um in schwer erreichbare Gegenden zu kommen.» MAF deckt sozusagen die letzte Meile bis zur Not der Menschen ab. Dies beinhaltet auch Katastrophenhilfe, beispielsweise Nahrungsmittel in überschwemmte Gebiete zu fliegen und oft werden medizinische Notfallflüge gemacht.

Ausreise nach Australien

Thomas Beyeler in Australien
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Thomas Beyeler in Australien

Weder der Wechsel von der F/A-18 zum Kleinflugzeug, noch das Verlassen des «gesicherten» Lebens in der Schweiz stellte für Familie Beyeler einen Abstieg dar. Sie lebten einfach den Weg, den sie als Gottes Plan erkannten. Die sichere Finanzierung durchs Schweizer Militär durch eine Anstellung in einer spendenbasierten Organisation einzutauschen, war kein Hindernis und beim Gedanken an die schlechtere medizinische Versorgung an der Grenze zu Australiens Outback erinnerten sie sich einfach daran, dass ihr Leben letztlich ohnehin in Gottes Hand liegt.

In Australien bildete Thomas Buschpiloten aus. «Ich flog nur selten Einsätze und dies meist auch nur zu Ausbildungszwecken.» Fast von Anfang an war er Flugschulleiter und wuchs so in die organisatorische Leitung eines Betriebes hinein. Nach vier Jahren kehrten Beyelers in die Schweiz zurück. Heute leben sie in Langenthal, wo Thomas als Geschäftsführer von MAF Schweiz unter anderem Leute für deren Einsatz rekrutiert. Als Milizpilot der Schweizer Luftwaffe sitzt er immer noch regelmässig als Fluglehrer in einem PC-7.

«Ich erfüllte stets eine Mission»

«Meine Einstellung zur Arbeit hat sich in den jeweiligen Tätigkeiten kaum verändert», blickt Thomas zurück. Immer hatte er einen Auftrag: Bei der Schweizer Luftwaffe ging es darum, die Sicherheit des Schweizer Luftraums zu gewährleisten, bei MAF Hilfe zu den Bedürftigen zu bringen. «Stets ging es darum, meine Mission zu erfüllen. Das fühlte sich eigentlich immer gleich an.» Thomas wollte stets sein Bestes geben. «Eine qualitativ hochstehende Ausbildung ist uns wichtig», sagt er über MAF.

Von Gott geführt werden

Im Willen Gottes zu leben, ist für Thomas und seine Familie stets erstrebenswert. Angst, Gottes Führung zu verpassen, kennt er jedoch nicht. Er weiss, dass Gott bei ihm ist, egal wo er ist. Trotzdem ist er offen, sich von Gott an neue Orte führen zu lassen.

«Du kannst den Willen von jemandem nur erfahren, wenn du in Beziehung mit ihm stehst.» Seine persönliche Beziehung mit Gott ist für Thomas zentraler Bestandteil seines Lebens und gibt ihm eine Erfüllung, die über die Aviatik hinausgeht. Und aus dieser Beziehung heraus erfährt er die Führung Gottes immer wieder ganz praktisch.

Zur Webseite:
MAF Schweiz

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