«In meiner grössten Not rief ich zu Jesus»

Keegan Pillay
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Keegan Pillay

Einst war Keegan Pillay ein Krimineller, der versuchte, seinem Spitznamen «Lucifer» gerecht zu werden. Der Südafrikaner war bereits früh auf die schiefe Bahn geraten – doch dies sollte nicht das Ende sein …

29.4.2025
3 min

Keegan Pillay hat in seinem Leben viele Herausforderungen gemeistert. Wer heute in seine sanften Augen blickt, mag kaum glauben, dass er einst ein abgebrühter Krimineller war, der keinen Respekt vor dem Leben anderer hatte. Es gab eine Zeit, da trug er stolz den Spitznamen, den ihm seine Freunde gaben: «Lucifer».

Schon früh kam Keegan mit Alkohol und gewalttätigen Filmen in Berührung. Er begann zu rauchen und noch vor seinem zwölften Geburtstag war er drogenabhängig, begann zu stehlen, um seine Sucht zu finanzieren, und schreckte auch vor Gewalt nicht zurück, um sein Ziel zu erreichen.

«Ich kannte keine Gnade»

«Ich tat alles, um dem Namen, den man mir gegeben hatte, gerecht zu werden», erinnert sich Keegan Pillay. «Ich kannte keine Gnade.» Schon in jungen Jahren kam er wegen versuchten Mordes ins Gefängnis. Dort ging es weiter bergab – er stieg in den Drogenhandel ein.

Nach seiner Entlassung geriet er noch tiefer in die Kriminalität, verkehrte mit einigen der berüchtigtsten Kriminellen des Landes und arbeitete sogar für sie. Er arbeitete auch für nigerianische Drogenbosse und trieb mit brutaler Gewalt Schulden von Süchtigen ein.

Die grosse Wende

«Der Wendepunkt kam im Jahr 2015», blickt Keegan Pillay zurück. «Ich lebte auf der Strasse, mein Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide. Ich begriff, dass ich völlig die Kontrolle verloren hatte. Obwohl ich im hinduistischen Glauben erzogen worden war, rief ich in meiner tiefsten Verzweiflung eines Tages zu Jesus um Hilfe.»

Zu dieser Zeit war Keegan Pillay obdachlos und kam gelegentlich bei seinem Bruder unter. Dieser erzählte ihm von dem Rehabilitationsprogramm der CYPSA («Concerned Young People of South Africa») an der KwaSizabantu-Mission in KwaZulu-Natal. Er hatte gehört, dass das Programm sehr erfolgreich sei. Keegan wusste wenig darüber, aber er sah keinen anderen Ausweg.

Ein völlig neues Leben beginnt

«Der 16. Oktober 2015 wird für immer ein besonderer Tag in meinem Leben bleiben», sagt Keegan Pillay. An diesem Tag setzte ihn sein Bruder ins Auto und brachte ihn zur Missionsstation – der Beginn eines völlig neuen Lebens, auch wenn er damals unter heftigen Entzugserscheinungen von Heroin litt.

«So etwas hatte ich noch nie in meinem Leben erlebt», sagt Keegan Pillay. «Der Respekt und die bedingungslose Akzeptanz, die mir wildfremde Menschen entgegenbrachten, waren etwas völlig Neues für mich. Diese Menschen kannten mich nicht, und doch nahmen sie mich auf, ohne Vorbehalte und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Als ich fragte, was das Programm koste, sagten sie mir: ‘Jesus hat schon für dich bezahlt – am Kreuz.’»

Gedeihen im Gewächshaus

Keegan Pillay bei seiner Arbeit im Gewächshaus
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Keegan Pillay bei seiner Arbeit im Gewächshaus

Heute arbeitet Keegan Pillay in einem der Landwirtschaftsprojekte der Mission, in den Paprika-Gewächshäusern unter dem Dach von Emseni, einem der grössten Paprikaproduzenten des Landes. Inzwischen sind mehr als zehn Jahre vergangen. Auch wenn es Tage gab, an denen es besonders schwer war, auf dem richtigen Weg zu bleiben, hat Keegan Pillay seinem alten Leben endgültig den Rücken gekehrt.

Er arbeitet fleissig, hat einen Abschluss in Lebensmittelproduktion und kann nun auch seine betagte Mutter unterstützen. Vor allem, wenn er von seiner Arbeit in den Gewächshäusern erzählt, wird seine wahre Persönlichkeit sichtbar: Sein Gesicht beginnt zu strahlen, seine Augen erzählen von Gnade und einem neuen Lebenssinn. Von «Luzifer» ist nichts mehr zu sehen.

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