NASA-Astronaut Jeff Williams – «Christus hat mein Leben völlig umgekrempelt»

NASA-Astronaut Jeff Williams
Facebook
NASA-Astronaut Jeff Williams
Jeff Williams' Faszination für die Wissenschaft begann schon in jungen Jahren, als er eifrig Bücher zu diesem Thema verschlang. Nun erklärte der 65-Jährige, wie sich seine lebenslange Liebe zur Wissenschaft und sein Glaube an Christus überschneiden.
26.3.2023
3 min

Als Heranwachsender war Jeff Williams «immer ziemlich gut in der Schule». Er hatte besonders viel Spass am Studium von Mathematik, Naturwissenschaften und Technik.

Seine Familie betrachtete sich zwar als christlich, ging aber nie in die Kirche. «Auf eigene Faust ging ich zum Konfirmandenunterricht bei einem örtlichen lutherischen Pfarrer. In dieser Phase meines Lebens hatte ich eine Menge Fragen zum Glauben und zur Bibel.»

Danach, in der High-School, habe er eine «Glaubenpause» eingelegt. 1980, nach seinem Abschluss an der US-Militärakademie, heiratete er Anna-Marie, die als nicht-religiöse Katholikin aufgewachsen war. Etwa sieben Jahre später, als die beiden in ihrer Ehe «einige ziemlich grosse Schwierigkeiten hatten», entschieden sie sich für ein Leben mit Jesus Christus.

Völlig verändert

«Christus hat mein Leben komplett umgekrempelt», blickt Jeff Williams zurück. «Anstatt nur für mich selbst und ohne ein grösseres Ziel zu leben, hatte ich jetzt ein Ziel für mich und meine Familie.»

«Durch ein wachsendes Bewusstsein und Verständnis für die Berufung im Leben wurde mir bewusst, dass wir zu einem bestimmten Zweck geschaffen wurden, und dieser Zweck ist es, Gott und unseren Mitmenschen zu dienen. Das war eine tiefgreifende Veränderung in meiner Lebenseinstellung.»

Rekord im All

Aussicht aus dem All - Foto von Jeff Williams
Facebook
Aussicht aus dem All - Foto von Jeff Williams

«Als ich als Astronaut ausgewählt wurde, wusste ich, dass viele Fragen auftauchen würden», so Williams. «Also habe ich viel Zeit und Mühe darauf verwendet, die Materie zu studieren, um diese Fragen zu klären, zum Beispiel den offensichtlichen Konflikt zwischen der Evolutionstheorie und allen damit verbundenen Philosophien.»

Im Jahr 2016 brach Williams den Rekord für die meisten Tage, die er insgesamt im Weltraum verbracht hat, der später von Peggy Whitson gebrochen wurde. Im Jahr 2010, nach seiner Rückkehr von der «Expedition 21», veröffentlichte Williams sein Buch «The Work of His Hands: A View Of God's Creation From Space» («Das Werk seiner Hände: Gottes Schöpfung vom Weltraum aus betrachtet»), in dem er seine Beobachtungen schildert, während er die Erde mehr als 2'800 Mal umkreiste und mehr Fotos von der Erde machte als jeder andere Astronaut in der Geschichte. Jede Aufnahme enthält Lektionen über Gottes Schöpfung.

Bibel ist fortschrittlich

Williams sagt, dass die oft propagierte Vorstellung, dass «die Wissenschaft der Grund für unseren Fortschritt ist», während «die Bibel uns zurückwirft», falsch sei. «Das Wort Gottes ist wahr. Es ist das Wort Gottes, des Schöpfers aller Dinge, und derjenige, von dem wir wissen, dass er unser Erlöser ist. Es ist also massgebend», sagte Williams.  

Und weiter hält er fest: «Ich muss mir nur die Mühe machen, es zu verstehen, die Wahrheit erkennen und diese Wahrheit auf die Welt um uns herum anwenden. Wenn man die Bibel nicht als massgebend ansieht, wird man sie durch etwas anderes ersetzen.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Eva-und-Peter-Okonda-2026

«Ich habe einen Vater – im Himmel»

Eva Okonda ist im Kongo geboren. Als Maturandin besuchte sie das Land erneut - heute ist sie mit dem Kongolesen Peter verheiratet. Das Paar bietet Kindern ein Förderprogramm und plant, ein Haus für Strassenkinder aufzubauen.
Story
Ed Grifenhagen

Er wollte die Bibel widerlegen

Ed Grifenhagen – ein gläubiger Jude – war etwa 13 Jahre verheiratet, als er seiner Frau sagte, er habe einen Plan, einen, der seiner Meinung nach «nicht allzu schwer» umzusetzen sein sollte…
Story
Jacoby Shaddix

Jacoby Shaddix: «Ich bin überzeugter Christ»

Jacoby Shaddix, die Stimme von «Papa Roach», erzählt von seinem tiefgreifenden Glaubensweg und wie die Annahme des Christentums entscheidend dazu beigetragen hat, dass er nüchtern wurde und einen Frieden fand, wie er ihn nie zuvor erlebt hatte.

«Durch das Alte Testament fand ich zu Jesus»

Von klein auf lebt Neriyah Arabov nach strengen jüdischen Regeln. Als er anfängt, selbst die heiligen Schriften zu studieren, stolpert er immer wieder über Prophetien, die ihn stutzig machen. Kann es sein, dass Jesus doch der Messias ist?