«Gott hat mich verändert» – Dancehall-Legende «Lady Saw» wendet sich Jesus zu

27.3.2016
3 min

Die jamaikanische Sängerin «Lady Saw», bürgerlich Marion Hall, war der gefeierte Dancehall-Star, die Charts lagen ihr zu Füssen. Unlängst hat sie sich nun Christus zugewendet, im vergangenen Dezember liess sich die Ausnahme-Musikerin taufen. Sie wendete sich von ihrem bisherigen Stil ab und tritt nun als Gospel-Sängerin auf.

Gefeiert wurde sie als Königin des Dancehall-Musikstils, ihre Lyrik war explizit sexuell ausgerichtet. Im Laufe der Zeit verkaufte sie mehrere Millionen Alben, einer ihrer Silberlinge erreichte in den USA Dreifach-Platin. Zudem durfte sie sich eines Grammy-Gewinns freuen – in beiden Fällen war sie die erste weibliche «Deejay» (nicht zu verwechseln mit «DJ»), welche diese Auszeichnung erreichte.

Weiterhin ging ihre Karriere nahezu senkrecht nach oben – bis sie vor wenigen Monaten ihre Abwendung vom Dancehall bekannt gab. Im Dezember liess sie sich taufen und sagte, dass sie nicht mehr länger als «Lady Saw» identifiziert werden will. Sie wolle nun mit ihrem richtigen Namen genannt werden, Marion Hall, und künftig Gospel-Musik machen. Erste Gospel-Songs hat sie bereits publiziert, beispielsweise «Jesus in the End», «Cup of blessings» und «God Almighty».

«Gott traf diese Entscheidung»

In einem Interview mit der jamaikanischen Zeitung «The Gleaner» sagt Marion Hall: «Nicht ich habe diese Entscheidung gefällt, sondern Gott.» Sie habe realisiert, dass in der Ewigkeit bei Gott ein Platz für sie sei, auch wenn ihre Vergangenheit nicht sauber gewesen sei. «Gott hat mich verändert!»

Schon einmal sei sie kurz davor gewesen, doch damals habe Satan sie wieder zurückgezogen. Sie habe zu Gott gefleht, dass er sie nicht aufgibt. Bei der Beerdigung der Musikerin «J Capri» sei der Geist Gottes über sie gekommen. Sie habe die Antworten erhalten, die sie gesucht habe. Und sie habe gespürt, dass sie Evangelistin werden solle. «Ich habe einen Teil meines Lebens dazu verwendet, dem Teufel zu dienen – all das ist auf der Bühne geschehen. Der Rest meines Lebens gehört Gott und ich bin bereit, für ihn zu arbeiten.»

«Wir sind alle Könige»

Sie empfehle allen, Gott zu suchen. «Ich bin durch schwere Zeiten gegangen. Ich wurde im Ghetto vergewaltigt, wurde geschlagen und misshandelt.» Mit ihrer Erlösung habe sie nichts zu tun, das habe Gott gewirkt. «Der Geist Gottes ist gekommen und hat mich Satan entrissen.»

Nun wolle er, dass sie Menschen für ihn gewinne. Ihre Krone sei jetzt im Himmel. Und jeder Mensch sei wichtig für Gott: «Wir sind alle Könige und Königinnen.»

Zur Webseite:
Das erste Interview nach der Taufe

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