Vom Pastor zum CEO – Der Dienst aus der Tasche

2.1.2018
3 min

«Man muss nicht von einer Kirche angestellt sein oder für ein christliches Werk arbeiten, um im Dienst für Gott zu sein», sagt Dave Munson. Er kreierte lediglich eine Ledertasche, und daraus entwickelte sich eine beachtliche Erfolgsstory und etliche Erkenntnisse.«Studiere die Bibel, lerne Gott kennen und suche nach ihm», rät Dave Munson. «Und in welchen Dienst er dich auch immer hinstellt, egal ob es eine Kirchenbank oder ein Buchführungsbüro ist – sei einfach gehorsam. Er wird dich segnen.»

Früher wirkte Munson als Jugendpastor, inzwischen ist aus ihm der CEO von einer der wichtigsten Lederwaren-Firma des Landes geworden.

Nachdem er 1999 ein Bible-College besucht hatte, enschied sich der Texaner dazu, ins mexikanische Juarez zu ziehen, um als freiwilliger Englisch-Lehrer auf einer christlichen Schule zu dienen.

Die Entdeckung

«Das Leben war rau. Mit meinem Hund 'Blue' lebte ich in einer 100-Dollar-Wohnung. Während drei Jahren hatten wir kein warmes Wasser.» In dieser Zeit entdeckte er, wie wichtig eine gute Tasche ist. Eine die hält, die resistent vor Wasser ist und die auch dem heissen, mexikanischen Sommer widerstehen kann. «So etwas, das Indiana Jones tragen würde.»

Nachdem er seine Ideal-Tasche entworfen hat, liess er diese von einem lokalen Facharbeiter entwickeln. Als er sie erhielt, sah er, dass er etwas Besonderes kreiert hatte. Zurück in den Staaten fragten ihn mehrere, wo er diese herhabe. «Mehrere Leute wollten eine. Zurück in Mexiko liess ich acht weitere anfertigen und verkaufte diese dann. Die Nachfrage stieg.»

Ledertaschen gut für den Dienst

«Ich fand heraus, dass diese Taschen meinen Dienst unterstützen könnten, wenn sie populär genug werden. Das war der Gedanke dahinter.» Dass der Erfolg so gross sein würde, hätte er nicht gedacht. Inzwischen gehört das von ihm gegründete Unternehmen «Saddleback Leather» zu den wichtigsten Herstellern in diesem Segment, mit dem Werbesatz: «Sie werden darum kämpfen, wenn du Tod bist!» Entsprechend erhalten die Waren eine 100-Jahre-Garantie.

Noch immer wird in Mexiko produziert, 260 Arbeitsstellen sind geschaffen und alle Mitarbeiter haben Zugang zu Englisch-Unterricht, Kinder-Tagesstätten und andere Möglichkeiten. In der Firma hätten bislang 125 Menschen zum Glauben gefunden, sagt Munson.

Ziel: Menschen zu Gott führen

Inzwischen haben er und seine Frau Suzette eine zweite Firma gegründet. Sie trägt den Namen «Love 41». Diese bekämpft Genozide und Armut, indem der Gewinn des Online-Shops direkt an mehrere christliche Hilfsorganisationen wie zum Beispiel «Mercy Ships» fliesst.

«Würde die Firma nicht dem Königreich Gottes dienen und würden nicht Menschen dadurch gesegnet, hätte ich sie wohl nicht mehr. Mein Lebensziel ist, Menschen zum Herrn zu führen!»

«Man muss nicht von der Kirche angestellt sein»

Personen die selbst ein Unternehmen starten wollen, rät er: «Gott erhält die meiste Ehre, wenn wir auf Gebieten arbeiten, wo wir ihn stärker reflektieren können. Finde deine Stärken heraus und nutze sie. Arbeit ist nicht ein Resultat des Sündenfalls. Wir sind gemacht, um zu designen und zu arbeiten. Wir ehren Gott, wenn wir arbeiten.» Und weiter: «Man muss nicht von einer Kirche angestellt sein oder für ein christliches Werk arbeiten, um im Dienst für Gott zu sein. Wo immer Gott einen hinstellt, was immer es sein mag: Das ist dein Dienst.»

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