Neuanfang nach Nahtoderlebnis – «Der Himmel ist unfassbar schön»

7.2.2017
4 min

Carmen Paul ist erfolgreiche Geschäftsfrau. Mit dem Glauben an Gott hat sie wenig zu tun. Das ändert sich aber, als sie nach einem schweren Unfall ein Nahtoderlebnis hat. Sie sagt: «Das hat alles übertroffen, was ich bisher erlebt habe.»

Es ist Ostern im Jahr 2000, als sich das Leben von Carmen Paul von einer Sekunde auf die andere ändert. Bei einem Ausflug schlägt ihr Pferd aus und trifft sie mitten ins Gesicht. Carmen stürzt und fällt mit dem Hinterkopf auf einen Stein. Ihr Gesicht ist zertrümmert, der Hinterkopf verletzt und ihre Wirbelsäule gebrochen. Während sie im Koma liegt und Ärzte um ihr Leben ringen, erlebt sie Unfassbares.

Mein Nahtoderlebnis

Ich wusste: Jetzt sterbe ich. Mein ganzes Leben lief wie ein Film vor mir ab und mir wurde bewusst, dass ich jetzt dafür gerade stehen muss. Das machte mir Angst. Dann erinnerte ich mich, dass ich irgendwann mal in meinem Leben eine Entscheidung für Jesus getroffen habe. Aber, ehrlich gesagt, hatte ich nicht mit Gott gelebt. Meine Priorität war immer nur das Geld. Ich fühlte mich total allein. Und hoffte einfach nur, dass meine Entscheidung von damals reichen würde.

Plötzlich umgab mich ein wunderbares Licht und eine fantastische Atmosphäre. Es war, als würde ich in einen Ozean voller Liebe fallen. Hoffnung kam in mir auf.

Begegnung mit Jesus

Dann nahm mich jemand bei der Hand. Ich wusste genau, dass es Jesus war. Aber ich hatte solchen Respekt vor ihm, dass ich mich nicht traute, ihn anzusehen. Er führte mich über Strassen wie aus Gold. Über Wiesen, auf denen die Blumen aussahen wie Diamanten. In jedem Tautropfen spiegelten sich Millionen Farben. Es war so unfassbar schön, dass Worte nicht ausreichen, das zu beschreiben. Da ist so viel Liebe.

Aber die Krönung war für mich die Musik. Wir gingen an einer grossen Mauer vorbei, wie aus Perlmutt. In ihr spiegelte sich das Licht in unbeschreiblichen Farben. Dann hörte ich eine Musik und konnte nicht fassen, wie schön sie ist. Es waren viele Lieder auf einmal, aber ich konnte genau hören, dass kein einziges Lied von Kummer, Schmerz, Angst oder Sorgen handelt. Das gab es alles nicht mehr. Es war nur noch Anbetung und Liebe pur.

Ich ging auf das Eingangstor zu, ich wollte nichts sehnlicher als in diese Stadt. Aber Jesus hielt mich zurück. Er sagte, meine Zeit sei noch nicht gekommen. Da sah ich ihn das erste Mal an. Und was ich sah, war so übermächtig, dass ich umfiel. Diese Liebe, die überall zu spüren war, kam direkt aus seinen Augen. Es war so gewaltig, dass es nicht auszuhalten war.

Mein Auftrag

Ich wollte nie mehr zurück. Aber dann zeigte mir Jesus, was er noch mit mir vorhatte. Er zeigte mir ein Haus an der Ostsee und eine rote Backsteinkirche. Ich sah mich auf der Kanzel stehen. Ich sah meine Tochter mit einem Mann und einem kleinen Kind. Und dann sagte Jesus: «Ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Und jetzt geh zu den Menschen und erzähl ihnen, wie sehr ich sie liebe.»

Dann wachte ich auf. Es war ein Schock, wieder auf der Erde zu sein. Ich hatte Schmerzen. Ich konnte weder sprechen noch essen noch sonst etwas von dem, was ich vorher gekonnt habe. Doch eines wusste ich: Jesus ist hier und er begleitet mich.

Wunder um Wunder

Das erste Wunder war wohl, dass ich wieder meine Augen aufschlug, denn die Ärzte hatten nicht daran geglaubt, dass ich überleben würde. Das zweite Wunder war, dass meine Wirbelsäule plötzlich wieder ganz war. Bis heute gibt es keine Erklärung dafür. Ich weiss: Gott war gnädig.

Dennoch sahen die Prognosen der Ärzte schlecht für mich aus. Sie dachten, ich müsste den Rest meines Lebens im Rollstuhl sitzen und wäre geistig behindert. Doch auch, wenn es ein sehr langer Weg war und ich alles wieder neu lernen musste, sorgte Gott für mich und ich wurde komplett gesund.

Heute lebe ich das Leben, das mir Jesus im Himmel gezeigt hat. Ich habe das Haus an der Ostsee gefunden und gekauft. Ich habe mein Leben als erfolgreiche Geschäftsfrau aufgegeben und bin als Predigerin unterwegs. Früher drehte sich bei mir alles nur ums Geld. Aber heute habe ich etwas Wichtigeres, um das ich mich drehen kann: Jesus. Ich wünsche mir, dass Menschen erkennen, wie sehr Gott uns liebt. Nur in ihm findet man erfülltes Leben. Und: Mit Jesus braucht man keine Angst haben vor dem Tod. Das Beste kommt noch!

Zum Video von Wunderheute TV:
Nahtoderfahrung von Carmen Paul

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
gaby-stamm-portraet

«Wir haben 52 Söhne bekommen …»

Gaby und David Stamm sind nie Eltern geworden. Trotzdem gehören Kinder zu ihnen und ihr Haus ist immer wieder belebt. Sie nahmen schon mehrfach Menschen in Not auf, manchmal für mehrere Jahre. Und sie beherbergen Wandergesellen auf der Walz.
Story
anna-shammas-im-klassenzimmer

Neun Jahre heimatlos

Das Magazin «Amen» hat in Form von Kurzfilmreportagen festgehalten, wie Menschen in der heutigen Zeit Jesus erleben. Heute berichtet Anna Shammas aus Syrien, wie es ihr erging, als sie in die Schweiz kam.
Story
Craig DeMartino überlebte den Sturz und kann heute wieder klettern

«Gott ist keine Krücke, sondern die Brücke»

Von rund dreissig Metern auf einen Felsen zu stürzen, würde für viele Menschen tödlich enden. Doch Spitzenkletterer Craig DeMartino überlebte den Sturz. Heute klettert er wieder – mit einer Prothese – und tritt als Ermutigungsredner auf.
Story
Mike Flynt

Reue brachte ihn zu einem unglaublichen Comeback

Mit 59 Jahren war Mike Flynt einer der ältesten College-Spieler der Geschichte. Das Durchhaltevermögen des Sohnes eines Kriegshelden – sein Vater war beim D-Day dabei – wurde durch frühe Widrigkeiten geformt.