Steven Curtis Chapman – Die eigene Gebrochenheit brachte ihn näher zu Gott

8.4.2017
3 min

Schmerz und Leid gehört in das Leben wie Freude und Vergnügen. Nicht alle Dinge können einfach so in Ordnung gebracht werden. Das zeigt auch die Autobiographie des meist prämierten christlichen Sängers.

Es ist laut Christian Post das erste Mal in seiner 30-jährigen Karriere, dass Steven Curtis Chapman über seinen persönlichen Lebensweg, das Familienleben und die Geschichten hinter der Musik berichtet. Sein Buch «Between Heaven & the Real World» (Zwischen dem Himmel und der echten Welt) zwang Chapman laut eigenen Angaben dazu, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und so auch einiges über sich selbst herauszufinden.

Gottes Treue vs. eigene Gebrochenheit

«Die einzelnen Schritte meines Lebens in diesem Buch zu verfolgen, war echt stark für mich, weil ich nicht nur die vielen Momente gesehen habe, in denen Gott treu war, sondern auch die Gebrochenheit meines eigenen Lebens und meiner eigenen Geschichte», berichtete er bei einem Auftritt Ende März in der Oak Hill Church in San Antonio, Texas.

Nicht alles ist reparierbar

Dabei sei er immer derjenige gewesen, der alles habe reparieren und heilen wollen, seit seiner Kindheit, denn seine Geburt sollte die Ehe seiner Eltern retten. «Ich war ein sehr gefügiges Kind und das war meine Rolle – das, was im Leben meiner Eltern kaputt war, zu reparieren.» Als er dann aber seine Frau Mary Beth kennenlernte und sie heiratete, merkte er, dass es Dinge gibt, die man einfach nicht reparieren kann – weil wir gebrochene Menschen in einer gebrochenen Welt sind.

In der Gebrochenheit zu Gott laufen

Der wohl schwerste und leidvollste Moment seines Lebens war der Unfall seiner fünfjährigen Tochter Maria Sue im Mai 2008, bei dem Chapmans Sohn Will Franklin bei Zurücksetzen des Autos die kleine Schwester versehentlich überfuhr. Sie starb später im Krankenhaus. Hätte er seine eigene Geschichte ausschreiben können, so gab der Sänger jetzt zu, hätte er wohl allen Schmerz und alles Leid weggelassen. Doch, so Chapman, Gott nutzte all seine Gebrochenheit, um ihn näher zu sich zu ziehen. «Jedes Mal, wenn ich auf dieser Seite des Himmels auf Dinge gestossen bin, die sich nicht reparieren lassen, musste ich sagen: 'Gott, ich schaff das nicht, ich muss dir vertrauen und in dir ruhen und immer wieder zu dir laufen!'»

Das Schreiben des Buches half ihm auch dabei, zu verstehen, dass die gebrochenen Dinge, die eben nicht zu reparieren sind, Teil von Gottes Plan sind. «Es war toll, zurückzuschauen und zu merken, dass wenn ich all diese Dinge hätte in Ordnung bringen können, dann hätte ich Gott nie auf so tiefe Weise erleben können, wie ich es tun durfte.»

Zur Webseite:
Zum Buch (auf Englisch)

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