Ox Roberts – «Die Leute, die dabei waren, dachten, ich sei tot»

Ox Roberts fand zu Gott zurück
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Ox Roberts fand zu Gott zurück
Zweimal fiel Ox Roberts von einem fahrenden Fahrzeug; einmal bei der Jagd mit einer geladenen Schrottflinte. Mehrfach landete er hinter Gittern. Eines Tages machte seine Frau einen ganz besonderen Deal mit Gott…
13.12.2023
4 min

Im Alter von 15 Jahren war der Australier Ox Roberts bereits sehr gross. «Im Football und Cricket sagte einmal jemand: ‘Mann, du bist so gross wie ein Ochse.’» Das blieb hängen, seither wird er «Ox» (dt. «Ochse») genannt.

Er wuchs in einem christlichen Elternhaus auf, anders als seine Freunde. Im Alter von 16 Jahren fand er, dass dies nichts für ihn sei. «Mein Vater war Polizist, vermutlich rebellierte ich noch mehr als andere Kinder.»

Er erinnert sich: «Einige der dummen Dinge, die ich tat, kann ich heute kaum mehr glauben. Ich verbrachte viel Zeit damit, mit meinen Kumpels zu trinken und zu feiern.»

Bewahrung erlebt

«Ich hatte in meinem Leben mehrere lebensbedrohliche Unfälle. Ich glaube, dass Gott mich beschützt hat, damit ich helfe, sein Reich voranzubringen», reflektiert Ox Roberts. «Als ich vier Jahre alt war, wurde ich von einem Auto überfahren. Mein Oberschenkelknochen und mein Schädel brachen.» Er blieb zwei Wochen im Krankenhaus. «Und nach fünf Wochen lief ich wieder herum.»

Im Alter von 17 Jahren fiel er im Gelände bei Tempo 50 von einem Wagen. «Ich hatte Kratzer und Prellungen, aber keine gebrochenen Knochen.»

Im darauffolgenden Jahr fiel er bei der Jagd mit einer geladenen Schrotflinte in der Hand – bei Tempo 70 – von einem Pick-up. «Zum Glück entlud sich die Waffe nicht. Die Leute, die dabei waren, dachten, ich sei tot. Ich hatte erhebliche Schürfwunden im Gesicht und ein verletztes Knie.»

Verhaftet

In den nächsten vier Jahren folgten weitere Schwierigkeiten. «Ich wurde ein paar Mal verhaftet. Dreimal baute ich einen Autounfall mit Alkohol am Steuer. Einmal sassen elf Leute im Wagen. Es ist ein Wunder, dass niemand verletzt wurde.»

Die Dinge begannen sich zu ändern, als er mit Anfang 20 seine Frau Karen kennenlernte. «Wir verstanden uns sofort, weil sie auch in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und dann vom Glauben weggekommen war. Wir haben 1999 geheiratet und zwei Töchter bekommen: Amber im Jahr 2000 und Emma im Jahr 2002.»

Deal mit Gott

Während Karen mit Amber schwanger war, erkrankte sie an Präeklampsie und verbrachte viel Zeit im Krankenhaus. «In der Nacht vor Ambers Geburt machte Karen einen Deal mit Gott: Sie würde das Kind christlich erziehen, wenn es der Kleinen und ihr selbst gut gehen würde. Wir waren beide seit vielen Jahren nicht mehr in der Kirche gewesen, aber Karen wusste, dass Gott existiert.»

Amber kam sieben Wochen zu früh zur Welt und sie wog nur 1,62 Kilogramm. Ihre ersten vier Wochen verbrachte sie im Krankenhaus. Karen ging von nun an mit der Kleinen in die christliche Gemeinde und in die Spielgruppe der Kirche. «Als meine Frau einen neuen Job bekam, fing ich an, mit meiner Tochter und später unserem zweiten Kind in die kirchliche Spielgruppe zu gehen.»

Nicht gut genug(?)

Die Familie erlebte eine ungewohnte Liebe. Eines Tages hielt der Sportseelsorger des Football-Teams «Western Bulldogs» sowie des Basketballteams «Boomers» (die australische Nationalmannschaft) eine Predigt über Sport. «Ein paar hundert Leute kamen in die Gemeinde, aber ich weiss, dass Gott diese Predigt genau für mich bestimmt hatte.»

Schon mehrere Monate lang arbeitete Gott an seinem Herzen. «Aber ich hatte das Gefühl, nicht gut genug zu sein, um Christ zu werden. Ich versuchte, mein Leben zu ändern, indem ich offensichtliche Sünden loswurde. Doch ich scheiterte kläglich, so dass ich es fast aufgegeben hätte.»

Nun erfuhr er, dass nicht er sich ändern muss, sondern dass er sich von Gott verändern lassen kann. «Mein Leben änderte sich von diesem Moment an schlagartig.»

Die Veränderung

Karen hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidung für Jesus getroffen. «Aber die radikale Veränderung in meinem Leben überzeugte sie, dass Gott real war – denn es war unmöglich, dass ich mich selbst hätte ändern können. Einige Monate später liess sie sich auch taufen.»

Von nun an wollte er die Gaben und Fähigkeiten, die Gott ihm gegeben hat, nutzen, um sein Reich voranzubringen. «Seitdem bin ich in der Kirche tätig und seit 2009 im Vollzeitdienst. 2019 wurde ich Direktor der ‘Scripture Union’ und nun bin ich ‘Partnership & Fundraising Manager’ am ‘Nungalinya College’. Meine Leidenschaft ist es, den Missionsbefehl auszuführen. Dabei erinnere ich mich stets an den Bibelvers Johannes Kapitel 15 Vers 5: ‘Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, der trägt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten.’»

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