Ezinne Okparaebo – Die schnellste Frau Norwegens kommt bei Gott zur Ruhe

12.9.2019
3 min

Ezinne Okparaebo (31), die schnellste Frau Norwegens, zählt auf Gott. Der Glaube sei ihre Sicherheit und ihr Fels, sagt die dreifache Olympia-Teilnehmerin.Ihr Talent wurde bereits in der Schule entdeckt, als sie zehn oder elf Jahre alt war. «Ich war die erste in meiner Familie, die Leichtathletik machte.» Mit 15 unterbrach sie ihre Laufbahn, «weil ich nicht mehr die innere Leidenschaft oder Freude verspürte». Doch zwei Jahre später kehrte sie zurück.

Sie habe das Gefühl, dass sie zwei Länder vertrete. «Natürlich habe ich meine Wurzeln in Nigeria, aber Norwegen ist zu einer Heimat geworden.»

Als sie Junioren-Europameisterin über 100 Meter wurde, überraschte sie das. «Ich war talentiert, aber ich war vorher nicht die beste meiner Altersgruppe gewesen, es gab immer Leute, die besser waren als ich. Niemals in meinen kühnsten Träumen dachte ich, dass ich dreimal bei Olympia starten würde.»

«Ein Prozess, der Spass macht»

Gerade die ersten Olympischen Spiele im Alter von 20 Jahren seien eindrücklich gewesen. «Athleten, die ich zuvor im Fernsehen gesehen hatte, waren plötzlich am gleichen Event wie ich. Es war wirklich riesig für mich und ich hatte keine Erwartungen. Ich kam einfach nach Peking, um zu lernen. Doch dann stellte ich einen nationalen Rekord auf, das machte einfach Spass.»

In London war sie 24 Jahre alt, erneut gelang ihr ein nationaler Rekord und sie wurde zudem beste Europäerin.

Sie glaube, dass alles aus einem Grund passiert. «Ich sehe vielleicht nicht, warum etwas passiert, aber ich muss einfach meinen Glauben bewahren, meinem Herzen folgen und wissen, dass alles gut wird. Ich vertraue Gott, habe eine positive Einstellung und das Gefühl, dass, wenn man die Verantwortung für die eigene Entwicklung übernimmt, es ein Prozess ist, der Spass macht.»

«Meine Sicherheit, mein Fels»

Ihr Glaube sei ein wichtiger Teil von ihr. «Er ist meine Sicherheit und mein Fels. Egal, was passiert, ich weiss, dass Gott bei mir ist. Mit ihm ist für mich nichts unmöglich. Wenn ich also mein Vertrauen und auch all meine Lasten auf Gott lege, weiss ich, dass alles in Ordnung sein wird.»

In ihrer Jugendzeit entschied sie sich für eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. «Das ist so viel stärker als nur etwas, was man tut, weil es die ganze Familie macht.»

Glaube gibt Selbstvertrauen

«Mein Glaube gibt mir Selbstvertrauen, er gibt mir Ruhe, wenn ich im Begriff bin, in Hektik zu geraten», bilanziert Ezinne Okparaebo. «Der Glaube ist ein Geschenk und ich will Gott ehren. Ich möchte dies tun, indem ich mein Bestes gebe, aber gleichzeitig ist das nicht alles, was ich bin.»

Sie wolle ein Licht sein, «einfach ich selbst zu sein und einen starken Charakter zu haben. Ich habe keine Angst, über den Glauben zu reden. Es ist wirklich interessant, darüber zu reden. Ich liebe es, über Themen zu sprechen, die nicht so gewöhnlich sind, ich begrüsse das, und wenn ich sehe, dass jemand offen dafür ist, dann werde ich natürlich mit ihm darüber reden.»

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