Ordensfrau schafft Iron Man – Diese Nonne ist eine eiserne Lady

20.8.2016
2 min

In einem Interview ruft Madonna Buder dazu auf, die eigenen Talente zu entdecken. Zudem ermutigt sie, Gott zu dienen, indem man die von ihm aufgetragenen Aufgaben erfüllt. Diese Nonne ist keine Mitläuferin: Sie ist die älteste Frau, die je am knüppelharten «Ironman Hawaii» teilgenommen hat – und dies nicht nur einmal.

Der «Ironman Hawaii» gehört zu den härtesten Ausdauer-Wettbewerben weltweit. Er führt über nicht weniger als zunächst eine Schwimmdistanz von 3,86 Kilometern, gefolgt von 180 Kilometern auf dem Rad und einem Marathon von 42,2 Kilometern.

Schwester Madonna Buder schafft diese Distanz regelmässig. Bislang hat sie 45 Ironman-Distanzen zurückgelegt, letztmals im Jahr 2014, als sie diese Distanz in 16 Stunden und 32 Minuten schaffte. Bereits anno 2005 war sie im Alter von 75 Jahren die bis dato älteste Person gewesen, die den Ironman Hawaii jemals geschafft hatte; in den folgenden Jahren hob sie den Rekord stetig an. Bei den Frauen hält sie ihn weiterhin mit 82 Jahren und 32 Tagen. Nur ein Mann konnte als 84-Jähriger als noch ältere Person ins Ziel gelangen.

Mit 48 Jahren begonnen

Im Alter von 48 Jahren lancierte sie ihre sportliche Laufbahn. Vier Jahre später startete sie erstmals bei einem Triathlon und mit 55 machte sie sich zum ersten Mal auf, die Ironman-Distanz in einem Wettbewerb zu bewältigen. Buder gewann 16 Weltmeistertitel, startete an der Senioren-Olympiade, wo sie mehrere Rekorde über verschiedene Distanzen innehält.

Im laufenden Jahr ist sie in einem Werbespot eines weltweit führenden Sportartikel-Herstellers zu sehen. Durch die Karriere ausserhalb ihres Klosters, dem «Sisters for Christian Community», ist sie für viele Menschen zu einer Inspiration geworden. Sie selbst weist immer wieder auf Gott hin.

«Welt verändern»

Ihr Lebensstil sei ihr Dienst, sagte sie in diesen Tagen in einem Interview mit dem Magazin «Growing Bolder». Sie ermutigt darin, dass jeder seine Gaben entdecken soll und den Zweck erfüllen, den Gott ihm aufgetragen hat. «Um die Welt zu verändern, in der man lebt, muss man das geben, was man hat und der Welt mit dem dienen, was man hat und was man ist.»

Jeder habe verschiedene Talente und Fähigkeiten, die man aber nicht nutzen könne, ehe man sie entdecke. Wenn man sie entdeckt hat, «ist man verpflichtet, sie für den höheren Zweck zu nutzen, für unseren Schöpfer.»

Wenn sie bei einem Rennen in Schwierigkeiten gerät, spricht sie mit Gott. «Alle Entscheide die ich fälle, mache ich aus dem Glauben heraus.»

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