Ein Buch, das heilt – Fen aus China: Sie lässt ihren Glauben nicht los

In China haben es Christen nicht immer leicht
Open doors US
In China haben es Christen nicht immer leicht
Fen ist 60 Jahre alt und lebt in China. Sie hat schon viel durchgemacht, wurde in Handschellen durchs Dorf geführt, unter Druck gesetzt und fertiggemacht wegen ihres Glaubens an Jesus. Trotz allem steht sie fest und würde dem Glauben nie absprechen.
10.8.2024
3 min

Bereits in den 1990er Jahren lernten Fen und ihr Mann Long (beide Namen geändert) Jesus kennen. Long hatte schon lange an einer chronischen Krankheit gelitten. «Mein Mann hatte Probleme mit dem Magen und selbst die Ärzte konnten keine Diagnose stellen», erinnert sich Fen. «Aber eines Tages war eine Krankenschwester auf der Station, die Christ war. Sie erzählte mir von einem Buch, das meinen Mann heilen könnte.»

Träume

Fen glaubte ihr zunächst kein Wort – wie konnte ein Buch jemanden heilen? Stattdessen brachte sie Long zu einem Medizinmann, doch alles brachte nichts. Dann hatte Fen einen Traum: «Ich stand in einem Reisfeld und plötzlich wurde es dunkel und ich hatte grosse Angst. Dann kam ein Licht vom Himmel und wurde zu einem Menschen, der vor mir stand. Diese Person sagte meinen Namen und sagte mir, dass ich keine Angst haben sollte.» Fen wachte auf und vergewisserte sich, dass alles nur ein Traum gewesen war. Dann vergass sie ihn wieder.

An einem anderen Abend hatte sie erneut einen Traum. Dabei stand sie in einem Haus auf einem Hügel und sah eine Flut. «Plötzlich tauchte ein Licht auf und ich folgte dem Licht aus dem Haus.» Drei Tage später kam die Krankenschwester zu ihnen nach Hause und brachte eine Bibel mit. Fen öffnete die erste Seite: «Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde…» Die Worte zogen sie an – sie las die ersten Kapitel hintereinander. Es war als ob Gott zu ihr sprechen würde.

Geheilt

Nach dieser Erfahrung nahm sie Jesus in ihr Leben auf. Zwei Wochen später ging es ihrem Mann viel besser. Als er erfuhr, dass Jesus ihn geheilt hatte, übergab er ihm ebenfalls sein Leben. Die beiden lasen zusammen in der Bibel und nach einem halben Jahr war Longs Gesundheit wieder komplett hergestellt. Bald erzählten sie Longs Mutter von Jesus – auch sie nahm ihn an und wurde von ihrem Rheuma-Leiden geheilt. Nach und nach kamen immer mehr Angehörige zum Glauben.

Druck von oben

Als Fens Nichte Aihan (Name geändert) Christ wurde, traten die ersten Probleme auf. Aihans Schwiegereltern waren strikt dagegen und zwangen die junge Frau, entweder dem Glauben abzuschwören oder sich scheiden zu lassen. Sie entschied sich für die Scheidung und zahlte den Schwiegereltern sogar den Brautpreis zurück, den die Bräutigams-Eltern dem Brautpaar bei der Hochzeit traditionell übergeben. Trotz allem zeigten die Schwiegereltern Aihan und ihre Angehörigen – darunter auch Fen und Long – bei der Polizei an.

Die Polizei konfiszierte den gesamten Besitz und sie mussten ein Strafgeld von umgerechnet 120 CHF für jedes Jahr als Christ bezahlen. «Dasselbe passierte auch anderen Christen in der Gegend und sie gaben ihren Glauben auf», erinnert sich Fen. Sie und Long taten das nicht – folglich kam die Polizei erneut und führte sie in Handschellen durch das Dorf. «Aber all dies hatte keinerlei Auswirkungen auf meinen Glauben an Christus, und auch nach mehr als 20 Jahren – bis heute – halte ich an meinem Glauben an Jesus fest.»

Voll Leidenschaft für Jesus

Fen geht auch regelmässig in eine Gemeinde. Sie sei immer voller Freude, berichtet ein Partner von der Organisation Open Doors in China. «Sie gibt Gott die Ehre für seine Gnade und Erbarmen und folgt Christus nach, egal was passiert. Heute hat sie eine sehr gute Beziehung zu den anderen Dorfbewohnern und erzählt ihnen vom Evangelium, wann immer sie dazu Gelegenheit hat.»

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