Ermutigungs-Boomerang – Gianna Simone rettet Zimmerkollegin und dann sich selbst

10.4.2016
3 min

Die aufstrebende Schauspielerin trat bereits in der Erfolgs-TV-Serie «Law & Order: Criminal Intend» auf, in verschiedenen weiteren Serien und Filmen, darunter zuletzt in «God's not Dead 2», der am vergangenen Wochenende der am viertmeisten gesehene Film in den USA war. Ihre Kindheit war dagegen wenig erfolgsversprechend – bis eine Ermutigung zum Boomerang wurde.

«Ich lebe vegan und es fällt mir schwerer, darüber zu sprechen als über meinen Glauben», scherzte Gianna Simone im Gespräch mit dem Magazin «LifeZette». Die junge Schauspielerin ist aktuell gleich in drei Filmen zu sehen, in «God's not Dead 2», «Mother's Day» sowie der Serie «Hitting the Breaks». Trotz ihres Erfolgs bleibt sie auf dem Boden und ist bereit, ihren Glauben zu leben – auch in der wetteifernden Umgebung Hollywoods.

Das Engagement für andere ist ihr wichtig. Durch ihre Stiftung «Gianna Simone Foundation» engagiert sie sich unter anderem für die Überlebenden des Genozids in Ruanda. Sie spricht von einer göttlichen Mission.

Unglückliche Kindheit

Ihre Vergangenheit war jedoch alles andere als einfach. Als kleines Mädchen wurde sie körperlich und seelisch missbraucht. Ihr einziger Zufluchtsort war ihr Vater, der jedoch mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hatte. Erst als sie das örtliche Fitnesscenter besuchte und kräftiger wurde, konnte sie sich gegen die Übergriffe wehren. «Die Wut über die tägliche Ungerechtigkeit, in der ich lebte, trieb mich an, etwas zu verändern», erinnert sie sich.

Sie kam in eine Pflegefamilie und die Besitzerin des Fitnesscenters, Kathy DeMarco, wurde ihre Mentorin und  brachte sie auch in die Kirche. Zunächst verstand Gianna noch nichts vom Glauben. DeMarco wollte sie adoptieren, doch sie verstarb, ehe dies möglich war.

Im Heim

Nach dem Tod ihrer «Beschützerin» wollte Gianna ihr Leben selbst in die Hand nehmen. «Ich wurde in eine Institution gebracht für Mädchen, die in Schwierigkeiten sind, und ich hatte das Gefühl, dass ich dort nicht hingehöre – doch ich gehörte dahin», blickt Gianna Simone zurück. Zumindest ein eigenes Zimmer wollte sie, doch das war nicht möglich.

Das Mädchen, mit dem sie den Raum teilen musste, sah sich ebenfalls grossen Problemen gegenüber. «Sie sagte mir, dass sie mehrmals versucht hatte, sich das Leben zu nehmen. Ich wusste nicht, was ich ihr sagen sollte, das einzige, was mir in den Sinn kam, war, ihr von Jesus zu berichten, von seiner Liebe für uns, die alles übersteigt und uns überwältigt. Ich sagte ihr, dass diese Liebe sogar grösser sei als die Liebe unserer Eltern», blickt Simone zurück.

Hoffnung, die verändert

Diese Worte waren einfach so aus ihr herausgekommen. «Ich ging erst seit kurzer Zeit in eine christliche Gemeinde, doch das schwang nun bereits mit.» Obschon sie es noch nicht realisiert hatte, arbeitete Jesus bereits an ihrem Herzen. Am nächsten Morgen sassen mehrere Mädchen gemeinsam mit dem Arzt im Kreis und dieser bat Giannas Zimmerkameradin, dass sie doch als erstes etwas sagen sollte.

«Um ehrlich zu sein, ich fühle keine Ängste mehr und mir ist auch nicht mehr Elend, denn letzte Nacht habe ich mein Leben Jesus übergeben.» Das sei der Ausgangspunkt ihres eigenen Übertritts zum christlichen Glauben gewesen, betont Simone. «Ich sah, wie der Glaube ein Menschenleben verändern kann, das keine Hoffnung mehr hat.»

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