Eine Olympia – zwei Missionen – «Gott hat mir das Talent gegeben»

16.2.2018
3 min

Die Spiele in Südkorea sind bereits die dritten für die US-Eishockeyanerin Gisele «Gigi» Marvin. Der fünffachen Weltmeisterin ist nicht einzig der sportliche Erfolg wichtig, sondern auch das Weitergeben des christlichen Glaubens. Denn dieser trug sie durch schwierige Zeiten mit Clubwechseln und Verletzungen.

Bereits in Vancouver 2010 wie auch in Sotschi 2014 schnürte «Gigi» Marvin ihre Schlittschuhe für das US-Eishockey-Damenteam. An beiden Turnieren konnte sich die Stürmerin jeweils über Silber freuen. Weiter holte sie mit ihrer Mannschaft fünfmal den WM-Titel sowie zweimal WM-Silber.

Die 30-jährige Top-Athletin kämpft zwar um sportliches Edelmetall, es ist aber nicht das, was sie definiert. «Ich weiss, dass ich meinen Wert nicht finde, wenn ich erfolgreich spiele. Meine Identität und meinen Wert kann ich einzig in Christus finden, meinem Erlöser und Herrn.»

Zwei Missionen

Natürlich ist das Heimbringen der Goldmedaille das erklärte Ziel der US-Eishockeyanerinnen. Aber für «Gigi» zählt noch etwas anderes: «Meine Mission ist mehr als das Gewinnen einer weiteren Medaille oder Meisterschaft. Es geht darum, mit anderen über Christus zu reden und sie zu ihm zu führen.»

Sie nutzt ihre Plattform, um auf den Glauben aufmerksam zu machen, unter anderem über ihr sozialen Medien, auf denen sie kundtut, woher sie ihre Kraft nimmt. Bei Facebook zitiert sie Psalm, Kapitel 18, Vers 33, wo steht: «Gott allein gibt mir Kraft zum Kämpfen und ebnet mir meinen Weg.» und bei Twitter begrüsst sie mit Sprüche, Kapitel 3, Verse 5-6: «Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem Herrn! Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg».

«Talent von Gott»

Aufgewachsen war sie im 1'700-Seelen-Ort Warroad in Minnesota, der dennoch national bekannt ist, als «Hockeytown USA». Denn neben ihr stammen noch drei weitere Eishockey-Goldmedaillen-Gewinner aus dem Ort: Bill und Roger Christian (Olympia-Gold anno 1960) und Dave Christian (Gold 1980).

1998 sah sie das Damen-Hockey-Team in Nagano spielen und träumte – damals als 13-Jährige – davon, einst selbst dabei zu sein.

Ihre Eltern unterstützten sie sowohl im Sport wie auch im Glaubensleben. «Für mich war klar, dass Gott mir das Talent gegeben hat.» Unter anderem nahm sie an Jüngerschafts-Programmen mit anderen christlichen Athleten teil.

Rückschläge brachten sie Gott näher

«Als ich die Universität von Minnesota besuchte, war es, als würde mir Gott sagen, dass ich nicht für das Hockeyspielen da bin, sondern für ihn. Es war, als würde er sagen: 'Gigi, du bist da für mich. Um in der Beziehung zu mir zu wachsen und das mit anderen zu teilen. Deshalb bist du hier.'»

Sie vertraue ganz auf seine Führung. «Durch seine Gnade wurde mein Kindheitstraum wahr.» Zum dritten Mal bestreitet sie nun olympische Spiele.

Natürlich lief nicht alles von selbst. «Es gab Rückschläge. Ich wurde aus Teams gestrichen, erlebte Positionswechsel und Verletzungen. Aus meiner eigenen Kraft hätte ich das nicht bewältigen können.» Doch dank Gott sei dies möglich gewesen und sie sei ihm dadurch immer näher gekommen.

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