Frieden trotz Verfolgung – Ibrahims Faszination vom Kreuz

15.6.2018
3 min

Der Muslim Ibrahim ist von Hass erfüllt, nicht nur gegenüber Christen, sondern gegenüber jedem Menschen. Doch das Kreuz fasziniert ihn irgendwie. Als er durch seine Recherche Jesus kennenlernt, muss er alles verlassen, was ihm lieb ist – und beginnt, Menschen zu lieben.

Ibrahim (Name aus Sicherheitsgründen geändert) wächst in Äthiopien auf. «Mir wurde beigebracht, dass es gut ist, Christen zu töten», berichtet der 20-Jährige. «Meine muslimische Familie erklärte mir, dass man auf diese Weise ein 'Ticket direkt in den Himmel' bekommen würde.»

Doch aus irgendeinem Grund fasziniert ihn von klein auf das Kreuz. «Ich wusste nie, was es wirklich bedeutet. Ich wusste nur, dass es ein christliches Symbol war.» Doch die Faszination hört nicht auf und so beginnt er in seinen Teenagerjahren, mehr über dieses Symbol zu recherchieren. Er beginnt sogar heimlich, eine evangelische Kirche zu besuchen. Und endlich erfährt er, was das Kreuz bedeutet. «Ich verstand, dass das Kreuz meine Rettung war. Das Kreuz war mein 'kostenloses Ticket' in den Himmel, zur Erlösung.» Heimlich nimmt er sogar an einem Ausflug der Jugend der Gemeinde teil und lernt mehr über den Glauben.

Mit Jesus beginnt die Verfolgung

An dem Tag, an dem er Jesus sein Leben übergibt, weiss Ibrahim genau, was ihn erwarten wird. «Mein Vater hatte mich als Kind sogar davor gewarnt, dass wenn ich je Christ werden würde, er mich töten würde», erinnert er sich. Trotzdem entscheidet er sich für Jesus – doch er behält seine Entscheidung geheim. «Ich wusste, dass ich [meiner Familie] nichts davon erzählen kann, denn ich wusste, dass ihre Drohungen nicht nur verbal sein würden. Sie würden wirklich versuchen, mich zu töten!»

Trotzdem besucht er jeden Sonntag die Gemeinde. Seinen Eltern sagt er, dass er ein Fussballspiel besucht. Als die Fussball-Saison endet, geht er weiterhin «zum Fussball» – bis es seinen Eltern auffällt. Ausser sich vor Wut konfrontieren sie ihren Sohn. Von Bekannten haben sie bereits erfahren, dass er eine christliche Kirche besucht. «Ich wusste, dass ich weglaufen musste. Ich nahm nichts mit bis auf die Kleider, die ich trug.»

Ibrahim lebt eine Weile auf der Strasse, bis ihn ein Evangelist bei sich zu Hause aufnimmt. Sieben Monate wohnt er hier, dann spürt ihn ein Verwandter auf und erstattet seinem Vater Bericht. So sucht der Vater Ibrahim bei der Arbeit auf und konfrontiert ihn erneut – wieder muss der Junge fliehen, wieder verliert er alles bis auf die Kleider am Körper. Als er Kontakt zur Organisation «Open Doors» bekommt, sucht diese einen Ort, an dem er heimlich wohnen kann. Hier versteckt er sich nun, denn seine Brüder sind fest entschlossen, ihn und den Evangelisten, der ihm Unterschlupf geboten hatte, umzubringen.

Frieden trotz Verfolgung

Trotz dieser schlimmen Umstände ist Ibrahim von Frieden erfüllt und bereut seine Entscheidung nicht. «Bevor ich zu Jesus kam, hasste ich die Menschen. Ich war von Grund auf argwöhnisch. Doch als ich mein Leben Jesus gab, musste ich meine Heimat verlassen und alles, was mir lieb war, hinter mir lassen. In dem Moment begann ich, die Menschen zu lieben!» Und er bezeugt: «Mein Leben ist von Frieden erfüllt. Menschen messen ihr Leben an dem, was sie besitzen, aber ich weiss, dass wahrer Frieden nur von Jesus kommt!»

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