Er war da für sein Volk – «Ich bin Manuel – nicht Moses»

20.3.2017
2 min

Vor wenigen Tagen erschien ein Buch über sein Wirken: Manuel Arenas. Diese Veröffentlichung erlebte er nicht – dafür sah er, wie sein unermüdlicher Verkündigungsdienst zahlreiche Menschen tief berührte und veränderte. Er wirkte in seinem eigenen, indianischen Stamm, den Totonac in Mexiko.

1972, also vor 45 Jahren, begann Manuel Arenas unter seinem Volk zu wirken. Er war einer von ihnen, geboren in einer einfachen Hütte in Zapotitlan in Mexiko.

Schon in frühsten Jahren spürte Manuel eine grosse Neugier, was hinter den grünen Canyons war, die seine Ortschaft säumten.

Sein Leben veränderte sich völlig, als er einen Bibelübersetzer traf, der ihm den Glauben an Jesus Christus vorstellte. Manuel interessierte sich dafür, entschied sich für ein Leben mit Jesus und half bald bei der Übersetzung mit.

Nachhaltig

Manuel investierte sich unermüdlich in sein Volk. Er eröffnete eine Bibelschule inklusive kulturellem Zentrum sowie ein Netzwerk von fünfzig Gemeinden. Dadurch konnte er rund die Hälfte der 250'000 Totonac mit dem Evangelium erreichen.
Zum Kulturzentrum gehörte zudem eine Farm sowie eine medizinische und zahnärztliche Klink, welche arme Menschen professionell versorgte.

Zwanzig Jahre nach dem Beginn seiner Arbeit starb Manuel, anno 1992 – also vor 25 Jahren. Seinen Dienst führten die vielen Pastoren weiter, die er motiviert und trainiert hatte.

Einer für alle

Manuels Herzensanliegen war, dass seine Vision auf alle Stammesgruppen Mexikos ausgedehnt werden kann. Dazu organisierte er mehrere Treffen christlicher Leiter verschiedener Stämme und er öffnete seine Schule auch für Studenten anderer Stämme.

Vier Jahre nach seinem Tod wurde der Name der Organisation geändert, da längst alle Stämme im Zentrum standen. Heute heisst das Werk «Latin American Indigenous Ministries» (LAIM).

Manuel – nicht Moses

Nun ist in diesen Tagen im englischen Sprachraum ein Buch über das Wirken von Manuel Arenas erschienen, dessen Titel inspiriert: «I am Manuel – not Moses» («Ich bin Manuel – nicht Moses») .Über Leute, die nicht indianischer Herkunft sind, sagte Manuel einst: «Obschon wir zuerst hier waren, wissen wir, dass Gott uns alle hierher gebracht hat. Ich hoffe, dass wir lernen, in Harmonie und Liebe zusammenzuleben.»

Als Manuel verstarb, schrieb die mexikanische Zeitschrift «Prisma»: «Mexiko hat eine ihrer hellsten Sonnen verloren. Ein herausragendes Beispiel der angeborenen Kapazität der mexikanischen, indigenen Menschen, wenn man ihnen nur die Möglichkeit dazu gibt.»

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