Missionaler Lebensstil – «Ich weiss von keinem anderen, aber ich brauche Jesus!»

Jerry Wiles
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Jerry Wiles
17.10.2021
3 min

Jerry Wiles bezeichnet seinen Lebensstil als «Gebet – Anteilnahme – Teilen» und hat dadurch schon viele Menschen zu Jesus geführt.

Als er im Sommer 1982 mit dem Auto unterwegs war, traf Jerry Wiles auf eine Strassensperre bei einer Baustelle entlang der Strecke. Ein Strassenarbeiter näherte sich seinem Auto und erklärte ihm, dass er zehn Minuten warten müsse. Während ihres kurzen Gesprächs fragte Wiles ihn: «Haben Sie irgendwelche Anzeichen für geistliches Erwachen in diesem Teil des Landes bemerkt?» Der Arbeiter antwortete: «Was meinen Sie damit?» Wiles entgegnete: «Ist Ihnen aufgefallen, wie viele Menschen aktuell zur Erkenntnis kommen, dass sie Jesus brauchen?» Der Strassenarbeiter sagte: «Ich weiss von keinem anderen, aber ich weiss, dass ich Jesus brauche.»

Veränderung selbst in kurzen Begegnungen

Diese kurze Begegnung gab Wiles die Gelegenheit, diesem Mann von Jesus zu erzählen und zu erkennen, wie gern dieser mehr über ihn lernen und verstehen wollte, was es bedeutet, Jesus zu kennen und ihm nachzufolgen. Gott hatte das Herz dieses Mannes eindeutig vorbereitet. Diese Erfahrung zeigte Wiles, dass der Heilige Geist innerhalb solch kurzer Begegnungen Menschenleben verändern kann.

«Wir wissen kaum jemals, wie es im Herzen eines Menschen aussieht oder ob es fruchtbarer Boden ist, bis wir Kontakt aufnehmen und ein Gespräch mit jemandem beginnen», erklärt Wiles. «Eine Begrüssung, ein Kommentar, eine kurze Geschichte, eine freundliche Geste – all dies kann Gelegenheit bieten, Menschen zu erreichen und sie auf Gott hinzuweisen.»

«Gebet – Anteilnahme – Teilen»

Dies brachte Wiles zum – wie er ihn nennt – «Gebet – Anteilnahme – Teilen»-Lebensstil (engl. «Prayer-Care-Share»):

1. Gebet: Wir bitten Gott, unser eigenes Herz vorzubereiten und uns sensibel zu machen für die Führung des Heiligen Geistes und die Bedürfnisse unserer Mitmenschen, sodass wir zur rechten Zeit mit den richtigen Personen zu tun haben. Die simple Frage, wie wir für jemanden beten können, ermöglicht oft wertvolle Begegnungen und schenkt Gelegenheit, von Jesus zu erzählen.

2. Anteilnahme: Kleine freundliche Gesten können viel bewirken. Manche Menschen fühlen sich einsam oder tragen Verletzungen und Sorgen mit sich herum. Wir alle haben das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Wahrgenommenwerden und Wertschätzung. Das Reich Gottes wird auf Beziehungen und durch aufrichtige Anteilnahme gebaut und dann, wenn wir die tiefsten Bedürfnisse unserer Mitmenschen sehen und stillen.

3. Teilen: Jeder von uns hat ein Missionsfeld. Es besteht aus unseren Familien, Nachbarn, Kollegen, Freunden und allen Menschen, denen wir begegnen. Die Kontakte, die wir jeden Tag in unserer Alltagsroutine oder auf unseren täglichen Strecken haben, können zu göttlichen Momenten werden, die das Leben unserer Mitmenschen verändern können. Wir können Geschichten aus der Bibel weitergeben oder Fragen stellen, um auf einer tieferen Ebene mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

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