Olympia-Volleyballer Micah Christensen – «In meinem Leben soll es um Gott gehen»

22.8.2016
3 min

Mit seinem Volleyballteam holte er bei den Olympischen Spielen in Rio die Bronzemedaille für die USA. Und auch wenn dieser Erfolg für Micah Christensen ein Meilenstein ist, gibt es für ihn noch etwas Wichtigeres im Leben: Gott.

Ich bin in Hawaii geboren und schon für meine Eltern war der Glaube immer sehr wichtig. Auch in meinem Leben spielte Gott von Mutterleib an eine Rolle. Meine Mutter musste während der Schwangerschaft mit mir operiert werden und die Ärzte sagten, ich würde diesen schweren Eingriff wahrscheinlich nicht überleben. Doch alles ging gut und ich kam später gesund zur Welt. Deswegen nannten mich meine Eltern mit zweitem Namen «Makanamaikalani», das bedeutet «Geschenk des Himmels». Es ist ein Geschenk Gottes, dass ich leben darf. Wir gingen regelmässig sonntags in die Kirche und dort lernte ich viel über Gott und das Evangelium.

Mein Glaube wächst

Ich ging in Kalifornien auf die Universität. Dort, weit weg von meinen Eltern, wurde mir klar, dass mein Kinderglaube nicht mehr reicht. Ich wollte selbst eine Entscheidung für Gott treffen und mir klar darüber werden, was ich wirklich glaube. Man kann nicht sein Leben lang alles von den Eltern übernehmen, ohne selbst eine eigene Meinung zu haben.

Damals schloss mich der Gruppe «Athleten für Christus» an und das half mir, im Glauben an Gott zu wachsen. Ich bin sehr dankbar, dass ich mich zu der Zeit für Jesus entschieden habe. Das hat etwas in mir entfacht und ich spüre, dass der Heilige Geist in mir lebt und immer in mir wirkt.

Volleyball – meine Leidenschaft

In Hawaii ist Volleyball sehr beliebt und schon meine Mutter spielte in der College-Mannschaft Volleyball. Es war also selbstverständlich, dass auch ich früh mit diesem Sport anfing und ich war gut darin. Ich durfte schon in der Kinder- und Jugend-Nationalmannschaft für die USA antreten. Nach der Uni bekam ich einen Profi-Vertrag, in Italien zu spielen. Noch ahnte ich nicht, wie schwierig das für mich werden würde...

Allein in Europa

Die erste Zeit war echt hart für mich. Ich konnte kein Italienisch, lebte allein und war zum ersten Mal länger im Ausland. Und dann wurde ich in der ersten Woche auch noch krank. Es war nicht schön. Aber letztendlich brachte mich diese Lebensphase dazu, viel Zeit mit Gott zu verbringen. Ich las sehr viel in der Bibel und verstand zum ersten Mal, dass man in schweren Zeiten reifer wird.

Ich lernte zwangsläufig, auf Gott zu vertrauen. Ich konnte die Situation sowieso nicht mehr kontrollieren. Ich musste alles Gott anvertrauen. Ich flehte ihn an, dass er mein Leben in seine Hand nimmt, und übte mich zu vertrauen, dass er in jeder Situation das Beste für mich hat.

Und allmählich wurde es besser. Für die Vorbereitung zu Olympia habe ich mich mit einigen aus der Mannschaft zusammengetan und wir haben jede Woche zusammen per Skype in der Bibel gelesen. Und dann kam vor einigen Monaten mein Teamkollege, der gläubige Christ Reid Priddy, in unser Team in Italien.

Bronze bei Olympia

Schon vor der Olympiade war für mich klar: Ich möchte Gottes Licht ausstrahlen und fest mit ihm verbunden sein. Ein Sieg bei Olympia ist grossartig und wir arbeiten sehr, sehr hart dafür. Aber in meinem Leben soll es darum gehen, auf Gott zu vertrauen und für ihn zu leben, das ist das Wichtigste.

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Eva-und-Peter-Okonda-2026

«Ich habe einen Vater – im Himmel»

Eva Okonda ist im Kongo geboren. Als Maturandin besuchte sie das Land erneut - heute ist sie mit dem Kongolesen Peter verheiratet. Das Paar bietet Kindern ein Förderprogramm und plant, ein Haus für Strassenkinder aufzubauen.
Story
Ed Grifenhagen

Er wollte die Bibel widerlegen

Ed Grifenhagen – ein gläubiger Jude – war etwa 13 Jahre verheiratet, als er seiner Frau sagte, er habe einen Plan, einen, der seiner Meinung nach «nicht allzu schwer» umzusetzen sein sollte…
Story
Jacoby Shaddix

Jacoby Shaddix: «Ich bin überzeugter Christ»

Jacoby Shaddix, die Stimme von «Papa Roach», erzählt von seinem tiefgreifenden Glaubensweg und wie die Annahme des Christentums entscheidend dazu beigetragen hat, dass er nüchtern wurde und einen Frieden fand, wie er ihn nie zuvor erlebt hatte.

«Durch das Alte Testament fand ich zu Jesus»

Von klein auf lebt Neriyah Arabov nach strengen jüdischen Regeln. Als er anfängt, selbst die heiligen Schriften zu studieren, stolpert er immer wieder über Prophetien, die ihn stutzig machen. Kann es sein, dass Jesus doch der Messias ist?