«Das ist mein Messias!» – Jüdischer Politiker las Bergpredigt und war nicht mehr derselbe

10.4.2019
3 min

John Desser hat ein reiches jüdisches Erbe, darunter sein Urgrossvater mütterlicherseits, der am Ersten Zionistenkongress in Basel teilnahm, der zur Gründung des modernen Israel führte. John begann sich später mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen – die Bergpredigt bewegte ihn tief. John Dessers Vater studierte an einem orthodoxen jüdischen Seminar in New York. Während seiner Zeit in der medizinischen Fakultät spendete er an einem Sabbat Blut, eine Verletzung des jüdischen Gesetzes. «In seinem Herzen fühlte es sich richtig an», berichtet John Desser. Von Rabbinern wurde er jedoch hart kritisiert.

«Er kaufte sich einen Schinkensandwich und kehrte der Gemeinschaft den Rücken. Für ihn war klar: Wenn die Gesetze nicht wahr sind, wird es auch Gott nicht geben. Das Herz meines Vaters war gebrochen.»

Vater wollte Weihnachtsbaum

Deshalb wuchs John in einem säkularen jüdischen Haushalt auf und besuchte die Synagoge nie. «Wir hatten einen Weihnachtsbaum, weil mein Vater wollte, dass wir Amerikaner sind», erinnert er sich.

John Desser beendete das College und entschied sich, politisch aktiv zu werden. Er trat dem Stab von John McCain bei. Dadurch wurde er zum nationalen Gebetsfrühstück eingeladen. Zu den Rednern gehörte der damalige Aussenminister James Baker. Desser bewunderte ihn, deshalb fuhr er hin. «Er stand vor 3000 Besuchern auf und sagte: 'Es ist eine grosse Sache, Aussenminister der wohlhabendsten Nation der Welt zu sein. Und es ist Klasse, Stabschef des mächtigsten Mannes der Welt zu sein. Und es ist riesig, Aussenminister des einflussreichsten Mannes der Welt zu sein – aber was mich heutzutage wirklich am Morgen aufrichtet und worüber ich mich freue, ist Jesus.'»

«Hat er Jesus gesagt?»

Desser war verblüfft. «Hat er gerade Jesus gesagt?», dachte er damals. «Warum sollte James Baker über Jesus sprechen, als ob er ihn interessiert?»

Neben seiner Leidenschaft für die Politik liebte Desser auch klassische Musik. Sein Held war Mstislav Rostropovich, einer der grössten Cellisten überhaupt. Beim gleichen Gebetsfrühstück sprach auch Rostropovich: «Es ist nett, der berühmteste Cellist der Welt zu sein», sagte Rostropovich. «Aber das, was mich wirklich interessiert, ist Jesus.» Die Aussage war fast identisch mit jener von Baker.

«Er auch?»

Desser staunte: «Er auch? Rostropovich? Vielleicht ist er sogar Jude! Warum sollte auch er über Jesus sprechen?»

Er dachte, dass er dieser Jesus-Frage wohl nicht entkommen würde und beschloss deshalb, in der Bibel zu lesen. Jeden Tag ein wenig, begonnen bei der Genesis. Bei der Bergpredigt angelangt, veränderte sich alles für ihn. «Das ist unser Messias! Das ist mein Messias», rief er aus.

«Ich weiss nicht, wieso all diese Christen ihm folgen», dachte Desser. «Aber das ist MEIN Messias! Der Feind will eindeutig nicht, dass Juden wissen, wer ihr eigener Messias ist.» Desser übergab sein Leben Jesus Christus. Ein Schritt, den er jedem Menschen empfiehlt.

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