Snowboarderin Kelly Clark – «Meine Welt wäre sonst wohl zerbröckelt»

13.2.2018
3 min

Kelly Clark ist die prägende Figur im Damen-Halfpipe. Bei den olympischen Spielen in Pyongchang bestreitet sie ihre fünften Olympischen Spiele. Vor 16 Jahren holte sie als 18-Jährige die Halfpipe-Goldmedaille in Salt Lake City. Danach fiel sie in ein Loch. «Meine Welt wäre wohl zerbröckelt», sagt sie heute – wenn nicht eine besondere Begegnung geschehen wäre.Sie liebe Gott, Kaffee und gute Zeiten. Mit diesen Worten empfängt Kelly Clarkson die Besucher ihres Twitter-Kanals.

Kelly Clark gehört zu den wenigen, welche in ihrem Leben fünfmal zu olympischen Winterspielen antreten durfte. Wo eine Clark ist, ist auch eine Medaille: Dreimal gewann die Snowboarderin olympisches Edelmedall, einmal WM-Gold und 16 Mal (9 Mal Gold, 6 Mal Silber und ein Mal Bronze) bei den X-Games, den wichtigsten Spielen ihrer Sportart.

Ins Loch gefallen

Gleich nach dem gigantischen Erfolg mit 18 Jahren in Salt Lake City stellte sich in ihrem Leben eine Krise ein. Ihr fehlte es an Sinn und Erfüllung. Zwei Jahre später trafen sie in einem Gespräch vier Worte, die tief in ihr Herz drangen: «God still loves you» («Gott liebt dich immer noch.»). Sie führten dazu, dass sie sich für ein Leben mit Jesus Christus entschied und dadurch einen neuen Sinn und Selbstwert für ihr Leben fand.

«Ich begann zu verstehen, dass ich meinen Wert nicht durch andere Menschen verdienen kann oder durch Dinge, die ich getan habe.» Es gehe um etwas ganz anderes. «Der Wert kommt durch Christus. Wenn ich diesen Wandel in meinem Leben nicht gemacht hätte, denke ich, wäre meine Welt wohl zerbröckelt.»

«Ich war nicht glücklich»

Eigentlich hatte sie alles, inklusive einer Gold-Medaille im wohl bedeutendsten Wettbwerb. «Natürlich waren all diese Dinge wunderbar, aber sie waren nicht das, wonach ich eigentlich suchte. Ich war mit all diesen Dingen nicht glücklich.» Sie habe getrunken, um die Zeit verstreichen zu lassen und den Rest der Welt wegzuspülen.

Nach einer Qualifikation (sie fuhr auf Rang zwei) wartete sie, damit sie nicht allein zum Hotel gehen musste. Ein anderes Mädchen stürzte bei beiden Durchgängen. Da kam ihr Freund zu ihr und sagte die oben erwähnten vier Worte. Kelly hörte dies. «Mein Herz sprang, wie ich es nie zuvor gefühlt hatte. Wenn ich richtig gehört hatte, war da ein Gott, der liebte. Ich musste wissen, ob dieser Gott real war und wenn ja, ob er mich lieben würde.»

Bibel zeigt den Weg

Im Hotelzimmer fand sie eine Bibel in der Nachttischschublade lag. Sie war überwältigt. Sie fand die Zimmernummer des anderen Mädchens heraus und fragte sie über den christlichen Glauben aus. Dabei erfuhr sie, wie eine Beziehung mit Jesus möglich ist.

Sie blieb mit dem Mädchen in Kontakt und lernte weitere Christen kennen. In einer Bibel, in der im Mantelteil Lebensberichte anderer Menschen abgebildet waren, erkannte sie den Bezug zu ihrem Alltag. Nach fünf Monaten fragte sie die erwähnte andere Snowboarderin, ob sie sich nicht für ein Leben mit Jesus entscheiden wolle. Kelly war bereit. Der Wandel sei enorm gewesen: «Ich hatte immer in der Dunkelheit gelebt. Es war, als hätte ich in einem finsteren Raum gelebt. Und dann wurde diese Türe aufgerissen und Licht kam herein.

Sie habe gespürt, wie Gott ihr Herz veränderte. «Ich weiss, es klingt verrückt, aber mein Herz war so hart. Lange Zeit war ich weit davon entfernt, jemandem zu erlauben, mich zu lieben. Doch jetzt fühlte ich mich lebendig und geliebt. Das ist meine Geschichte. Ich hatte gleichzeitig alles und doch nichts. In all meinen Erfolgen fand ich nie dieses Glück, wie ich es bei Jesus fand.»

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