Lebensgefährliches Missionsfeld – «Noch ein Wort und ich töte dich!»

Indischer Mann (Symbolbild)
Imported Image
Indischer Mann (Symbolbild)
10.10.2016
2 min

Zacharia führte ein komfortables Leben als Staatsangestellter im südlichen Indien. Bis er Gottes Ruf vernahm, als Missionar in den Bundesstaat Bihar zu gehen, der wenig christenfreundlich ist. Er wurde bedroht und überlebte wie durch ein Wunder einen Mordversuch.

Zacharia war in eine katholische Familie hineingeboren worden, die im indischen Kastensystem hoch rangierte. Er war ein überzeugter Christ, der seinen Glauben im Alltag lebte. Alles verlief seinen gemütlichen Gang, bis er Gottes Ruf vernahm, Missionar zu werden, in einer Gegend, in welcher es für Christen am gefährlichsten ist. Er sollte nach Bihar gehen, wo Gewaltausbrüche gegen alles Christliche zu befürchten sind, das auch als «Friedhof der Missionare» bezeichnet wird.

«Das war wirklich ein schwieriger Ruf für mich», blickt Zacharia zurück. «Ich betete mehrere Wochen: 'Herr, sende jemanden nach Bihar'. Doch der Herr erwiderte: 'Nicht jemand anderes – du musst gehen.'»

«Noch ein Wort und ich töte dich»

Zacharia gehorchte schliesslich. Zuvor hatte er sich am hohen Status seiner Familie in der Gesellschaft, basierend auf dem Kastensystem, erfreut. In Bihar aber wurde er rasch zur Zielscheibe. Eines Tages klopfte er zum Beispiel an die Tür eines Hauses und bat um ein Glas Wasser. Der Mann, der öffnete, schaute ihn an und fragte, zu welcher Kaste er gehöre. «Ich sagte: 'Ich bin Christ' und als er das Wort 'Christ' hörte, geriet er ausser sich. 'Wenn du noch ein Wort sagst, töte ich dich!'»

Trotz dem rauen Gegenwind gelang es Zacharia, eine Schule aufzubauen und innerhalb von zwei Jahren dreissig Menschen zu Christus zu führen. Er bot Bibelstunden und Gebetstreffen an.

«Er drückte den Abzug»

Pistole
Imported Image
Pistole

«Eines Nachts kamen sechs Menschen zu einem Treffen. Während ich redete, zog einer der Männer eine Pistole hervor. Er wollte mich erschiessen. Er drückte ab, doch irgendwie funktionierte die Pistole nicht.» Am nächsten Tag erlitt dieser Mann einen Unfall. «Der Herr ermöglichte mir, mit ihm an seinem Spitalbett zu sprechen.» Und er fand einen aufmerksamen Zuhörer.

Zacharias Dienst wächst, mittlerweile gehören Trainings für Leiter dazu, Literaturprogramme sowie Essens- und Kleiderausgabe für Bedürftige. Er danke Gott besonders auch für seine Frau, «sie hat nie darum gebeten, an einem sichereren Ort zu leben. Wenn ich einen Ort besuche, fastet sie drei Tage und betet für meine Sicherheit. Gott macht einen Unterschied in Bihar. Ich bin so erfreut darüber, was er tut.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
gaby-stamm-portraet

«Wir haben 52 Söhne bekommen …»

Gaby und David Stamm sind nie Eltern geworden. Trotzdem gehören Kinder zu ihnen und ihr Haus ist immer wieder belebt. Sie nahmen schon mehrfach Menschen in Not auf, manchmal für mehrere Jahre. Und sie beherbergen Wandergesellen auf der Walz.
Story
anna-shammas-im-klassenzimmer

Neun Jahre heimatlos

Das Magazin «Amen» hat in Form von Kurzfilmreportagen festgehalten, wie Menschen in der heutigen Zeit Jesus erleben. Heute berichtet Anna Shammas aus Syrien, wie es ihr erging, als sie in die Schweiz kam.
Story
Craig DeMartino überlebte den Sturz und kann heute wieder klettern

«Gott ist keine Krücke, sondern die Brücke»

Von rund dreissig Metern auf einen Felsen zu stürzen, würde für viele Menschen tödlich enden. Doch Spitzenkletterer Craig DeMartino überlebte den Sturz. Heute klettert er wieder – mit einer Prothese – und tritt als Ermutigungsredner auf.
Story
Mike Flynt

Reue brachte ihn zu einem unglaublichen Comeback

Mit 59 Jahren war Mike Flynt einer der ältesten College-Spieler der Geschichte. Das Durchhaltevermögen des Sohnes eines Kriegshelden – sein Vater war beim D-Day dabei – wurde durch frühe Widrigkeiten geformt.