Anerkennung um jeden Preis – «Nur Gott kann das geben, was mich erfüllt»

11.6.2018
4 min

Obwohl Joshua Lupemba aus Berlin von klein auf von Gott weiss, spielt der Glaube keine grosse Rolle in seinem Leben. Er strebt eher nach Anerkennung, Erfolg und Reichtum. Bis eines Tages Gott deutlich zu ihm spricht...Meine Eltern waren beide Pastoren und von klein auf wusste ich, dass es Gott gibt. Doch selbst hatte ich nicht viel mit ihm zu tun. Schon als Kind spürte ich starken Druck durch meine Freunde. Ich musste mich in meinem Kiez beweisen, um nicht das Opfer zu sein.

Enttäuscht und entmutigt

Doch dann wurde ich nicht in die vierte Klasse versetzt. Nicht weil meine schulischen Leistungen schlecht waren, sondern weil man fand, dass ich zu jung war. Für mich war das unvorstellbar unfair, so grundlos aus meiner Gruppe gerissen zu werden. Ich weinte tagelang. Danach begann ich zu rebellieren. Ich störte den Unterricht, wo ich nur konnte. Erst wurde ich umgesetzt, dann kam ich in die Parallelklasse und schliesslich musste ich die Schule wechseln.

Ich landete auf der Hauptschule und dort wurde ich weiter gedemütigt. Einmal sagte ein Lehrer zu mir: «Aus so einem wie dir wird nichts mehr.» Ich sehnte mich so sehr nach Anerkennung, dass ich dachte: Wenn ich reich und berühmt werde, wird man Respekt vor mir haben. Und das wurde zu meinem Ziel. Mein Vorbild war Puff Daddy, der schon mit 20 Jahren ein Musik- und Medienunternehmen aufgebaut hat. Genau das wollte auch ich.

Karriere, um es allen zu beweisen

Kurz darauf lernte ich einen Musikmanager kennen, der mich ins Business einweihte. Mit 17 Jahren gründete ich eine Künstleragentur und hatte kleinere Erfolge, die mir eine Genugtuung waren. Ich investierte mich voll und ganz in mein Start-Up und der Plan schien aufzugehen.

Gott spielte zu dieser Zeit kaum mehr eine Rolle in meinem Leben. Ich wusste, dass es ihn gibt, aber das hatte keine Auswirkung auf mein Leben. Ich betete nur, wenn ich in Schwierigkeiten war, sonst lebte ich, wie ich eben Bock hatte.

Gott hat andere Pläne

Eines abends sah ich auf dem Alexanderplatz eine Gruppe von jungen Christen. Sie spielten Gitarre und sangen Lieder über Gott. Die Musik war qualitativ richtig schlimm, sie konnten nicht singen und sahen auch nicht begeistert dabei aus. Mich überkam Verachtung. Ich dachte: Warum machen die das, wenn sie es überhaupt nicht können? Mitten in meine Arroganz hinein hörte ich eine Stimme in mir, die sagte: «Warum machst du es nicht besser?» Ich war total überrascht und fühlte mich merkwürdig ertappt.

Die Frage liess mich nicht mehr los. In den nächsten Tagen konnte ich nicht aufhören, darüber nachzudenken. Was machte ich aus den Talenten, die Gott mir gegeben hatte? Wie lange wollte ich noch so leben, als gäbe es ihn nicht? Mir wurde bewusst, dass ich Gott nicht mehr einfach so ignorieren konnte. Zum ersten Mal fing ich an zu fragen: «Herr, was willst du für mein Leben? Was ist dein Plan?» Nach und nach merkte ich, dass Gott etwas ganz anderes mit mir vor hat. Ich spürte auch, dass ich niemals erfüllt sein würde, wenn ich nicht den Weg gehe, den Gott für mich hat.

Angekommen

Inzwischen bin ich ausgebildeter Pastor und habe zudem den Verein «Typisch deutsch» gegründet. Besonders junge Menschen liegen mir am Herzen. Ich möchte sie ermutigen und ihnen vermitteln, wie wertvoll sie sind. Die Kids und ich connecten einfach. Ich spüre, wie sehr Gott sie liebt, das möchte ich ihnen weitergeben durch Positives und gute Impulse.

Eine Bibelstelle begleitet mich auf meinem Weg mit Gott, das ist Josua, Kapitel 1, Vers 9: «Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern, und hab keine Angst! Denn ich, der Herr dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.»

Hier erzählt Joshua Lupemba seine Geschichte (ein Beitrag von CBN Deutschland, Autor: Tabea Hosche):

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