Eine grosse Schwester sein – «Sei die Person, die du gebraucht hättest»

Stephanie May Wilson mit ihrer Familie
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Stephanie May Wilson mit ihrer Familie
Stephanie May Wilson, Autorin und Rednerin, begleitet Frauen bei wichtigen Entscheidungen und Übergängen im Leben. Sie möchte anderen Frauen als «grosse Schwester» zur Seite stehen. Und sie ermutigt: «Du darfst entscheiden!»
23.7.2024
3 min

Stephanie May Wilson beschreibt ihre Sehnsucht nach einer grossen Schwester, die ihr in verschiedenen Lebensbereichen mit Rat und Tat zur Seite steht: «Ich wollte jemanden, der wirklich einen Schritt voraus ist im Leben, dem ich eine Million Fragen über alles stellen kann – über das Leben, den Glauben, Schminke, Beziehungen, Arbeit und wie all die verschiedenen Teile des Lebens zusammenpassen und was sie in jeder Situation tun würde.» Doch eine solche Schwester hatte sie nicht.

Die Sehnsucht brachte Stephanie dazu, Rat in Büchern und bei Mentoren zu suchen, die ihr halfen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und sich selbst zu ermächtigen.

Die Bedeutung der Selbstermächtigung

Stephanie erkannte, dass sie niemand brauchte, der ihr sagte, was sie tun sollte, sondern jemanden, der sie ermächtigte, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen: «Anstatt nach aussen zu schauen und nach Antworten zu suchen, nach dem richtigen Weg, Dinge zu tun, sollte man innehalten und nach innen schauen. Was brauchst du? Was willst du? Was begeistert dich? Was sagt dir Gott?»

Eine der grössten Erkenntnisse für Stephanie war eine Studie, die zeigte, dass 80 Prozent der wichtigsten Momente im Leben vor dem 35. Lebensjahr stattfinden: «Ich konnte es nicht glauben, aber als ich darüber nachdachte, wurde mir klar, dass viele biografisch wichtige Entscheidungen tatsächlich in dieser Zeit getroffen werden.» Diese Erkenntnis verdeutlichte die Intensität und die Herausforderungen dieser Lebensphase, die Stephanie als «Everything Era» (zu deutsch in etwa «Alles-Ära») bezeichnet.

Die «Alles-Ära»

Stephanie prägte den Begriff «Alles-Ära» für die Phase des Lebens, in der wir unzählige Entscheidungen gleichzeitig treffen müssen, oft vor einem kritischen Publikum. «Es ist eine wirklich schwierige Zeit, in der uns verschiedene Kräfte in verschiedene Richtungen ziehen und wir ständig das Gefühl haben, hinterher zu hinken.»

Stephanie spricht auch über den enormen sozialen Druck, der in dieser Lebensphase auf uns lastet. Sie beschreibt, wie uns die Meinungen und Erwartungen von Familienmitgliedern und Bekannten beeinflussen: «Es gibt immer jemanden, der uns fragt, warum wir noch nicht verheiratet sind, warum wir keine Kinder haben oder was wir beruflich machen wollen. Diese ständigen Fragen und Kommentare können einen überwältigen.»

«Du darfst entscheiden»

Stephanie berichtet von einem Schlüsselerlebnis, das ihr geholfen hat, Vertrauen in ihre eigenen Entscheidungen zu gewinnen: «Eine Freundin sagte zu mir: 'Stephanie, du darfst entscheiden.' Diese Worte halfen mir zu verstehen, dass ich mein Leben aktiv mitgestalten kann und dass es nicht den einen richtigen Weg gibt, den ich finden muss.»

Stephanie und ihr Mann beschlossen, mit ihren Kindern nach Spanien zu ziehen, was für sie eine grosse Hürde war: «Ich hatte Angst, dass ich mein Leben aufgeben müsste, wenn ich Kinder hätte. Aber ich erkannte, dass ein gutes Leben auf viele verschiedene Arten gelebt werden kann und dass Kinder kein Hindernis für Abenteuer sind.»

Gottes Wort prägt

Stephanie May Wilson betont die Bedeutung des Wortes Gottes und des Glaubens in ihrem Leben: «Gott gibt uns keine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Stattdessen geht er mit uns, und wir müssen uns entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen. Alle Wege sind gut, und wir müssen uns entscheiden, sonst entscheidet jemand anderes für uns.»

Zeit mit Gott zu verbringen, ist ein unglaublich wichtiges Werkzeug, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, sagt Stephanie: «Aber genauso wichtig ist es, zu träumen und zu planen – seine eigene Definition von Erfolg zu entwickeln und klar zu erkennen, auf welche Stimmen man hören will. Das macht es viel einfacher, wenn andere Stimmen versuchen, einem etwas anderes einzureden.»

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