Andre Ward – Vom Ring auf die Kanzel

Andre Ward bei seiner Autogrammstunde
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Andre Ward bei seiner Autogrammstunde
«Boxen war eigentlich nicht meine erste Sportart», erinnert sich Andrew Ward. Gleich wie sein Vater spielte er Baseball. Dann begann er zu boxen. «In den ersten paar Monaten war ich wirklich nicht gut…»
30.6.2024
3 min

Viele Rückschläge, viele Fehler und das Leben im Allgemeinen prägten ihn in jungen Jahren. «Ich kämpfte auch mit Angst und Depressionen, ohne zu wissen, woran ich innerlich litt. Als ich dann mein erstes nationales Turnier gewann, merkte ich, dass ich doch etwas Besonderes hatte.»

Sein Vater zog ihn als alleinerziehender Vater auf. «Mit der Zeit wurde mir klar, dass meine Mutter nicht da war, weil sie süchtig war, und dass mein Vater ein ‘funktionierender Süchtiger’ war. Diese Erkenntnis machte mich verbittert und wütend. Als ich älter wurde, begann ich, meine Familie und die Umstände, in die ich hineingeboren wurde, zu verachten.»

Eingeigelt

Sein langjähriger Trainer und Patenonkel Virgil Meyer sagte ihm oft die Wahrheit ins Gesicht: «So bist du nicht erzogen worden!» Doch er war für diese Kritik nicht empfänglich und zog sich immer mehr zurück. «Statt mich meinem Glauben zuzuwenden, zog ich mich zurück und sprach weder mit Gott noch mit den Menschen um mich herum. Es wurde immer schlimmer.»

Es gibt keinen Süchtigen, der eines Tages aufwacht und beschliesst, sein Leben zu ruinieren. Es beginnt immer schleichend. «Nach dem plötzlichen Tod meines Vaters, der mir viele Jahre lang Mutter und Vater zugleich war, verlor ich den Halt. Ich gab den Sport vorübergehend auf, der mich weit gebracht hatte, und vernachlässigte meinen Glauben.»

Gelernt, Gott zu ehren

Sein Vater gab ihm trotz allem ein starkes Glaubensfundament mit auf den Weg. «Er hat immer die Bibel aufgeschlagen und uns gelehrt, Gott zu ehren. Aber ich musste meinen eigenen Weg finden. Es dauerte, bis ich demütig genug war, um mit Gott zu sprechen und meine eigenen Fehler einzugestehen.»

Als er begann, sich Gott zuzuwenden, konnte er sich selbst und auch seinen Eltern vergeben. «Dieser Weg der Vergebung und des Glaubens hat es mir ermöglicht, Gottes Stimme wieder zu hören und seine Gnade zu erfahren.»

Ein «Krieger» Gottes

Das Boxen hat ihm das Leben gerettet. «Ich war schon immer sehr wettkampforientiert und liebte die Atmosphäre im Boxgym. Auch wenn Boxen körperlich manchmal brutal ist, glaube ich, dass Gott mich in diesen Sport gestellt hat, um ein Licht zu sein.»

Gleichzeitig fragte er sich, was danach kommen würde. Er erkannte: «Ich bin dazu berufen, zu predigen und die Welt zu inspirieren.» Genau das tut er heute.

Als er begann, sich Gott zuzuwenden, hatte er sein Leben nicht unter Kontrolle. «Aber in dem Moment, als ich um Hilfe rief, begann sich mein Leben zum Besseren zu wenden. Es kann leicht passieren, dass wir Gott als jemand Fernes betrachten, aber er ist immer da und bereit, uns zu helfen. Gott kann alles tun. Er nahm jemanden wie mich, der fehlerhaft und gebrochen war, und setzte mich in einen Sport wie das Boxen, um mich als Licht zu benutzen. Und er kann dasselbe für dich tun.»

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