Khalid aus Äthiopien – Von der Isolation zum Geschäftsmann

Ein äthiopischer Mann pflügt einen Acker (Bild: pixabay)
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Ein äthiopischer Mann pflügt einen Acker (Bild: pixabay)
8.11.2020
2 min

Khalid (Name geändert) wurde in eine muslimische Familie in Äthiopien hinein geboren. Familie und Gemeinschaft waren sein alles – bis er sich in jungen Jahren dazu entschied, Christ zu werden. Er fiel zwischen allen Maschen hindurch…

Als junger Mann stellte sich Khalid (heute 32) viele Fragen. Er kam langsam zu der Überzeugung, dass er nicht Allah, sondern Jesus folgen sollte. «Das war schwer, aber Gott half mir bei der Suche nach meinen Antworten.»

Khalid verabredete sich mit einem Pastor in seiner Stadt, um mehr über den christlichen Glauben zu verstehen. «Alle meine Fragen wurden beantwortet, und ich wurde ein freier Mann.» Er liess sich taufen und begann, sich eine christliche Gemeinde zu suchen. Schliesslich dachte er, dass es an der Zeit wäre, seine Familie zu informieren. Doch er stiess auf wenig Verständnis. «Sie sagten mir, dass ich sie und ihren Glauben verraten hätte, und sie zwangen mich, das Haus zu verlassen.»

Harte Isolation

Khalid (32) aus Äthiopien (Bild: joynews.co.za)
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Khalid (32) aus Äthiopien (Bild: joynews.co.za)

Er musste ausziehen, um neu anzufangen. Die Isolation und die Trauer trafen ihn hart. «Als ich bei meiner Familie lebte, war das Leben bequem. Aber als sie mich rauswarfen, wurde das Leben dunkel. Was mir half, stark zu bleiben, war das Wort Gottes, in dem es heisst: 'Ich werde dich nicht verlassen'.» Von seiner Familie im Stich gelassen, wurde Khalid vom guten Willen anderer abhängig, um über die Runden zu kommen. «Es ist schwer, ohne Arbeit zu überleben. Niemand wollte mir eine richtige Arbeit geben. Mitchristen unterstützten mich aber mit Essen und Kleidung.»

Eine neue Familie

Bereits seit einigen Jahren war er mit Mulu befreundet, immer wieder erzählte er ihr von Jesus. Nach einiger Zeit entschied sie sich ebenfalls für ein Leben mit Christus. Die beiden heirateten und sie zogen an einen sicheren Ort; inzwischen haben sie drei Kinder. An einem Sonntag hörte er in der Gemeinde von «Open Doors» und dem Mikro-Kredit-System, das Christen, die in der Situation von Khalid sind, hilft, eine eigene Existenz aufzubauen. Khalid konnte diese Hilfe in Anspruch nehmen. Er eröffnete ein inzwischen florierendes Lebensmittelgeschäft und konnte den Kredit zurückzahlen. Mit dem Gewinn pachtet er mittlerweile ein Stück Ackerland, auf dem er Zwiebeln und Mais für den Verkauf anbaut. «Heute kann ich für meine Familie sorgen», sagt Khalid. Der Rauswurf hatte nicht das letzte Wort.

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