Der wahre St. Patrick – Was das dreiblättrige Kleeblatt mit Gott zu tun hat

21.3.2017
3 min

Bei St. Patrick ging es um anderes, als um das, was heute teilweise am St.-Patrick's-Day zelebriert wird. Es ging nicht um Paraden, grünes Bier und Partys. Sein Leben widmete er dem Verkünden von Gottes Wort und dem Gebet. In jungen Jahren hatte er während sechs Jahren als Sklave dienen müssen – später verbreitete er das Evangelium. Anhand der dreiblättrigen Kleeblätter erklärte er seinen Mitmenschen die Dreieinigkeit Gottes.

Der St.-Patrick's-Day erfreut sich wachsender Beliebtheit – nicht selten offeriert sich durch den Gedenktag, der stets auf den 17. März fällt, ein Grund mehr zum Feiern. Da und dort sogar mit grünem Bier, denn die Farbe Grün spielt eine zentrale Rolle (obschon seine Lieblingsfarbe blau gewesen sein soll), da diese in Irland zu den Nationalfarben gehört.

Dabei war St. Patrick eigentlich kein Ire. Geboren wurde er in eine römisch-britische Familie, wurde jedoch im Alter von 16 Jahren von irischen Plünderern gekidnappt. Diesen musste er während sechs Jahren als Sklave dienen.

Ein Mann des Gebets

Während diesen sechs Jahren musste er als Schafhirte dienen. Oft war er allein, hungrig und ihm war kalt. Doch in diesen Jahren sei Gottes Gegenwart für ihn sehr real geworden. Er begann, eine enge Verbindung zum Herrn aufzubauen. Er betete täglich Dutzende Male. «Der Glaube wuchs in mir. In den Wäldern, auf den Bergen, sogar vor Tagesanbruch betete ich.»

Dann wachte er in der Nacht auf und spürte, wie Gott ihm mitteilte, dass der Moment der Befreiung gekommen war. «Der Tag der Flucht ist da», vernahm er. Er lief über 300 Kilometer und fand schliesslich ein Schiff, das ihn sicher in seine Heimat zurückbrachte.

Zurück beim «Feind»

Patrick begann, das Wort Gottes zu studieren. Er erkannte, dass er nach Irland zurückgeführt wurde. In einem Traum hörte er «die Stimme der Iren», die ihn bat, zurückzukommen. Er wusste, dass es tödlich sein konnte, den christlichen Glauben mitten unter Barbaren und Heiden zu verbreiten.

Dennoch wagte er sich zurück und diente den Menschen in Irland – eine Erweckung brach aus, Tausende fanden zum christlichen Glauben. Nach Reporten taufte er mehr als 120'000 Menschen und gründete 300 Gemeinden.

Glück mit dreiblättrigem Klee

Laut der Geschichte erklärte Patrick seinen Mitmenschen die Dreieinigkeit anhand des dreiblättrigen Kleeblatts. Gott der Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist, wie sie drei und doch eins sind.

Freilich ranken sich auch Legenden um St. Patrick. So soll er sämtliche Schlangen aus Irland vertrieben haben. Doch selbst vor seiner Ankunft dürften solche kaum in Irland heimisch gewesen sein. Vielmehr rechnen die Historiker damit, dass diese Erzählung damit zu tun hat, dass er sich gegen heidnische Götter stellte.

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