Ungewollt schwanger – Wenn sich eine Mutter für die Adoption entscheidet

Stephanie Studt mit ihrem Sohn
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Stephanie Studt mit ihrem Sohn
30.5.2021
3 min

Stephanie Studt wurde als Baby adoptiert. Als sie selbst mit 19 Jahren ungewollt schwanger wird, weiss sie, dass sie ihrem Kind kein gutes Leben bieten kann. Doch eine Abtreibung kommt für sie nicht in Frage. Das führt sie zu einer ungewöhnlichen Entscheidung.

Adoption hat Stephanie Studts Leben geprägt. Vor 28 Jahren wurde sie selbst als Neugeborenes von ihrer biologischen Mutter in Adoption gegeben und kam so in eine liebevolle Familie. Neunzehn Jahre später fand sie sich in einer ähnlichen Situation. «Ich war ungewollt schwanger – doch ich spreche gerne von einer 'von Gott geplanten Schwangerschaft', weil ich glaube, dass er einfach wusste, dass ich damit umgehen könnte und dies ein wunderschöner neuer Teil meiner Geschichte werden würde», berichtet sie im Interview mit The Christian Post.

Der Vater des Babys beendete die Beziehung, als sie ihm erzählte, dass sie schwanger war. «Zuerst wusste ich nicht wirklich, was ich tun sollte – aber ich wusste, dass ich mich für das Leben entscheiden würde. Meine biologische Mutter hatte diese mutige Entscheidung getroffen und ich habe dadurch ein wundervolles Leben bekommen.»

Adoption als Chance

Stephanie mit ihrem Sohn und seinen Adoptiveltern
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Stephanie mit ihrem Sohn und seinen Adoptiveltern

Für Stephanie, die sich selbst mit 19 Jahren als Studentin nicht in der Lage sah, das Kind allein aufzuziehen, war die Adoption eine Chance. «Ich wusste, ich hatte die Chance, einem Paar dabei zu helfen, Eltern zu werden – ein Paar, das keine eigenen Kinder haben kann. Ich spürte, dass Gott mich dazu berief.» Sie selbst war zu dem Zeitpunkt bereits überzeugte Christin und wollte, dass auch ihr Sohn in einer christlichen Familie aufwächst. Das beeinflusste ihre Wahl der Eltern.

Teil seines Lebens

Obwohl es «deutlich schwieriger war» als sie gedacht hatte, gab sie ihren Sohn Jeremiah nach der Geburt an die Adoptiveltern ab – unter der Bedingung einer offenen Adoption. Sie wollte Teil von Jeremiahs Leben bleiben. Sie selbst hatte ihr Leben lang eine gute Beziehung zu ihrer biologischen Mutter und wollte etwas Ähnliches mit ihrem leiblichen Sohn aufbauen. Sicher ist dies nicht in jeder Situation ideal – doch für Stephanie und Jeremiah war es das Beste. Sie besucht ihn regelmässig, schaut dem heute achtjährigen bei Football- und Baseball-Spielen zu und Jeremiah war auch Teil von Stephanies Hochzeit im November.

«Ich weiss, dass die Adoption die richtige Entscheidung für mich war», sagt sie im Rückblick. «Ich konnte zurück in die Uni und die Dinge tun, die ich für mich geplant hatte im Wissen, dass mein Kind ein viel besseres Leben erhält als ich es ihm mit meinen 19 Jahren hätte geben können.»

Besondere Stärke

Für Dawn Baker einer christlichen Adoptionsagentur in den USA sind Frauen, die sich gegen eine Abtreibung und für eine Adoption entscheiden, Heldinnen. «Die Stärke, die biologische Mütter zeigen, ihre Beharrlichkeit, ich Fähigkeit, über sich selbst hinweg zu sehen, ist erstaunlich. Dass sie so selbstlos sind, um ihr Kind an erste Stelle zu setzen und etwas zu wählen, das unkonventionell ist, anders, und echt schwierig – das stellt sie für mich auf eine ganz andere Ebene.»

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