Leistungsdruck entkommen – Wie ein ehemaliger Buddhist bedingungslose Liebe findet

Alex Chu
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Alex Chu
28.9.2016
3 min

«Ich erinnere mich, wie jeden Morgen Weihrauch in mein Zimmer strömte. Überall standen Buddha-Statuen», erinnert sich Alex Chu. Seine Eltern waren entschiedene Buddhisten und so wurden auch die Kinder in der Religion der Eltern unterwiesen. Erleuchtung hat Alex Chu mittlerweile gefunden – jedoch an einer anderen Stelle.

«Ich wollte meine Eltern ehren.» Doch zu Buddha konnte ich keine persönliche Beziehung aufbauen. «Da war immer eine Distanz.» Dazu kam Leistungsdruck, Ambitionen und Zielvorgaben – diese waren nicht verhandelbar. Darauf wurde der Nachwuchs getrimmt.

«Mein Vater hatte eine erfolgreiche akademische Laufbahn hingelegt und zwei Doktortitel erreicht, darunter einen von Harvard», erinnert sich Alex Chu. «In seinen Fussstapfen zu gehen war sehr herausfordernd. Meine Mutter sagte immer, dass sie mich liebe. Mein Vater versicherte mir dies ebenfalls – und er sagte, dass ich alles erreichen könne, was ich mir in den Kopf setze.»

«Warum nicht 100 Prozent?»

Alex erfüllte die Erwartungen seiner Eltern, indem er die buddhistischen Gebräuche lebte. «Ich war unter Druck, ich dachte, dass ich nur dann genüge, wenn ich bei den besten der Klasse bin. Oft bekam ich zu hören: 'Du hast beim Test 99 Prozent erreicht. Es sollten aber 100 Prozent sein.' So wurde ich motiviert, besser zu werden.»

Mit der Zeit begann er seinen Glauben zu hinterfragen. Im Studentenwohnheim lernte er Christen kennen. «Sie waren sehr eng miteinander verbunden und sehr freundlich. Und vor allem war die Freude in ihren Gesichtern zu lesen. Sie wirkten nicht so, als würde viel Druck auf ihnen lasten.» Und noch etwas stellte er fest: «Die Christen sprachen von bedingungsloser Liebe. Dass man zu Gott eine Beziehung haben kann, überraschte mich besonders.»

Gefunden

Alex Chu fragte, ob er an einem Treffen teilnehmen dürfe. Dort hörte er erstmals von der Gnade Gottes. Doch Gefühle allein reichten Alex nicht, um sich vom Glauben seiner Vorfahren loszusagen. Auf viele Fragen benötigte er rationale Antworten. «Warum existiert das Böse immer noch auf der Welt? Und wer ist Jesus und ist er der, der er sagt, dass er sei?»

Diesen Fragen wollte er in einem Bibelstudium auf den Grund gehen. «Was mich bei Jesus in den Evangelien beeindruckte, war die Autorität seiner Worte sowie seine Liebe und Leidenschaft für alle Menschen.» Alex kam zum Schluss, dass Jesus Gottes Sohn ist. «Da betete ich ein persönliches Gebet zu Gott und ich war völlig überzeugt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der für meine Sünden starb und mir ewiges Leben gibt.»

«Bedingungslose Liebe bedeutet mir alles»

Nach mehreren Jahren akzeptierten seine Eltern den Entscheid von Alex. Nach dem College arbeitete Alex zunächst als Ingenieur, ehe er eine Pastorenausbildung startete.

«Als Asien-Amerikaner, der stets Bestätigung suchte und leisten wollte, bedeutet es mir alles, zu erkennen, dass Gott mich bedingungslos liebt und ewiges Leben verheisst.»

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