«Gott brannte Studio ab» – Wie spec aus der 500'000-Dollar-Verführung rauskam

30.9.2018
2 min

Rapper «spec» ist ein begnadeter Beat-Entwickler. Er produzierte einst im Hip-Hop-Studio, das dem Cousin von Tupac Shakur gehörte. Doch die illustren Vertreter des Gangsta-Rap setzten die übelsten Worte auf die phänomenalen «spec»-Rhythmen. Heute sieht das ganz anders aus – denn im Leben des talentierten Musikers vollzog sich eine spannende Wende.«Ich wuchs in Nordkalifornien auf», blickt Rapper «spec» im Gespräch mit Jesus.ch während des «Springtime Festival» in Frauenfeld (TG) auf seine Jugendzeit zurück. Er arbeitete in einem gewichtigen Hip-Hop-Studio.

«Doch es war der übelste Gangsta-Rap.» Die Texte umfassten alles, was wirklich nicht mehr schön war. Die Produktionsstätte gehörte einem Cousin von Tupac Shakur, der auch unter seinem Pseudonym «2Pac» bekannt ist. «Ich produzierte für all die grossen Rapper – die Inhalte aber waren alle ausgesprochen schlecht.»

Abgeglitten

Gleichzeitig war «spec» Christ. «Ich besuchte immer eine Gemeinde, aber ich folgte Gott nicht nach. Ich dachte, dass ich Gott kenne und dass das reicht.» Doch dann glitt er ab, ohne das zu realisieren.

Die Wende kam mit einem besonderen Ereignis: «Gott rief mich», sagt er heute. «Ich wurde von einer Crew, die auf Drogen war, gekidnappt. Sie forderten von mir, dass ich ihnen Rap-Beats schaffe.» Er hatte Angst, dass sie ihn töten würden. «Ich betete zu Gott, 'dass wenn du mich da rausnimmt, ich dir mein Leben ganz hin gebe'.» Tatsächlich liessen die Entführer ihn nach einiger Zeit wieder laufen. «Und ich gab mich Gott ganz hin.»

Die Verführung

«Meinem Label sagte ich, dass ich jetzt christliche Musik mache.» Bald ereignete sich jedoch ein verführerischer Anruf: ein Grossauftrag. «Sie boten mir eine halbe Million Dollar, wenn ich die Beats mache.»

Zuerst sagte «spec» ab, dann aber doch zu, obwohl er eigentlich gar nicht richtig wollte. Doch in der Nacht vor der geplanten Komposition brannte das Studio nieder. «Gott hatte das getan, um mich zu retten. Niemand wurde verletzt. Früher hatte ich immer nach einem Vater gesucht; andere Rapper waren die Väter für mich. Aber Gott ist der beste Vater!»

Bald darauf traf er den christlichen Rapper Flame – mit dem er auch in Frauenfeld aufgetreten ist – bei der Grammy-Verleihung. «Ich hatte nicht gewusst, dass es christlichen Rap gibt.» Nun weiss er es nicht nur, sondern er komponiert ihn sogar.

Zum Video mit «Flame» und «spec»:

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