Umgang mit Gefahren – Das Leben – ein einziges Risiko?

13.8.2022
4 min

Mit Risiken umgehen – das ist nicht nur ein Thema für Extremsportler oder Unternehmer. Wer sich informiert, erfährt ständig Neues über Gefahren, die, so scheint es, überall lauern.

Untersuchungen und Statistiken zeigen, dass aus einer Gewohnheit ganz schnell auch ein handfestes Gesundheitsrisiko werden kann: Sei es die geliebte Bratwurst (Darmkrebsrisiko) oder auch nur die Lust, ohne grosse Vorsichtsmassnahmen bei Sonne nach draussen zu gehen (Hautkrebsrisiko).

Umzingelt von Gefahren

Was also tun? In den eigenen vier Wänden bleiben? Auch das ist nicht ratsam. Denn dann könnte das Vitamin D knapp werden oder gar eine depressive Stimmung aufkommen. Zudem gilt: Die meisten Unfälle passieren zuhause. So ist der Mensch, was er auch tut, ein «homo risikus», denn er ist umzingelt von Gefahren.

Wie aber nun mit den vielen Gefahren umgehen? Die einen informieren sich und versuchen Risiken aus dem Weg zu gehen. Andere geben überhaupt nichts mehr auf Warnungen und ignorieren diese, weil ein umfassender Schutz sowieso nicht möglich ist.

Wissenschaftler: Umgang mit Gefahren ist entscheidend

Der britische Wissenschaftler David Spiegelhalter forscht seit 40 Jahren zum Thema Risiko. Er zeigt, dass Gefahren oft falsch eingeschätzt werden. So fand er heraus, dass man Kinder eher vor Schnüren einer Jalousie schützen sollte als vor dem Strassenverkehr (Buchtitel: «Wirst Du nicht vom Blitz erschlagen, lebst Du noch in tausend Jahren», Michael Blastland, David Spiegelhalter).

Zudem weiss Prof. Spiegelhalter, dass Menschen Risiken unterschiedlich wahrnehmen. Er betont dabei nicht nur objektive und statistisch fassbare Gefahren, sondern den Umgang des Menschen mit der Gefahr. Entscheidend sind für ihn Persönlichkeit, individuelle Disposition und Verhalten, die auch einen entscheidenderen Einfluss auf das Lebensrisiko haben.

Ängste sind Alarm-Melder

Vor dem Hintergrund der vielen Gefahren sind Sorgen und Ängste, so könnte man sagen, gute und hilfreiche Alarm-Melder. Doch manchmal kommt ein Mensch aus dem Alarmzustand gar nicht mehr heraus, so lebt er nur noch in Angst und Vermeidung. Und die vielen Informationen aus den Medien leisten dem auch noch Vorschub.

Mit dem Geist ist es besser

Über Angst sprach Jesus mit seinen engsten Mitarbeitern vor fast zweitausend Jahren, bevor er gefangen genommen und gefoltert wurde. Jesus sagte: «In der Welt habt ihr Angst, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe die Welt besiegt.» Das berichtet Johannes, der bei diesem Gespräch selbst dabei war (Johannes-Evangelium, Kapitel 16, Vers 33).

Die Angst, die Jesus hier anspricht, bezieht sich darauf, dass er die Jünger alleine zurückliess. Doch Jesus sagte seinen Leuten noch etwas ganz Entscheidendes: «Es ist besser für euch, wenn ich gehe. Sonst käme der nicht, der euch an meiner Stelle helfen soll. Wenn ich nicht mehr bei euch bin, werde ich ihn zu euch senden.» (Johannes-Evangelium, Kapitel 16, Vers 7)

Hier in der Situation wird zunächst nicht klar, wen Jesus meinte. An anderen Stellen der Bibel wird es deutlicher formuliert: Jesus kündigte seinen Mitarbeitern an, dass er seinen Geist senden wird. Was aber ist dieser Geist? Neben dem himmlischen Vater und seinem Sohn Jesus, gibt es den Heiligen Geist. Er wird allen versprochen, die den Weg von Jesus gehen. Dieser Geist ist keine nebulöse Kraft, sondern Gott selbst. Und das Besondere ist: Dieser Geist kommt und wohnt in jedem Menschen, der Jesus als den Herrn über sein Leben bejaht.

Jesus lässt seine Leute nicht allein

Warum das wichtig ist? Nun, weil Jesus seine Leute nicht allein lässt, auch heute nicht. Dieser Geist ist es, der Mut macht, der Kraft gibt und der weiter und voran hilft. Es ist auch der Geist, der hilft zu vertrauen und mit Sorgen und Ängsten umzugehen und manchmal auch erst gar keine zu bekommen. Es gibt vermutlich keine Religion, in der Gott dem Menschen so nahe kommt, in dem er ihn – durch seinen Geist – selbst «bewohnt», in ihm lebt, zu ihm spricht und ihm hilft. Eine krasse, aber auch echt ermutigende Botschaft angesichts der vielen Risiken, denen Menschen heute ausgesetzt sind.

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