Lebenslügen entlarven – Das Leben ist kein Zuckerschlecken

29.10.2017
3 min
Mann auf einer Bank
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Mann auf einer Bank

Wie schnell grollen wir Menschen über die Widerwärtigkeiten des Lebens. So mancher fühlt sich von den Menschen, von Gott oder dem Schicksal schlecht behandelt und hadert. Doch haben wir ein Recht auf ein leichtes Leben? Und haben wir ein Recht darauf, fair behandelt zu werden?Egal ob in Kleinigkeiten oder in wirklich grossen Dingen, wir Menschen neigen dazu, mit Umständen zu hadern: Es nicht fair, dass der Lehrer meinen Sohn nicht mag. Es ist nicht fair, dass ein Familienvater stirbt und schulpflichtige Kinder hinterlässt. Es ist nicht fair, dass unschuldige Menschen in schrecklichen Kriegen getötet werden. Es ist nicht fair, dass ich ausgerechnet heute krank bin – sowas von ungerecht! Es ist nicht fair, dass dieses Mädchen im Rollstuhl sitzt und der Raser brettert weiterhin ungebremst über die Strassen. Es ist nicht fair, wie mich diese Frau behandelt. Warum muss das ausgerechnet mir passieren? Es ist nicht fair, dass ausgerechnet diese kinderliebe Frau keine Kinder bekommt. Es ist nicht fair, wie mich der Chef behandelt. Es ist nicht fair, dass die alleinerziehende Mutter sich so abrackern muss und das Geld hinten und vorne nirgends reicht während der Nachbar dreimal im Jahr eine Kreuzfahrt machen kann. Diese Aufzählung könnte seitenweise fortgesetzt werden.

In der Welt werdet ihr bedrängt...

Doch muss das Leben immer fair sein? Woher haben wir die irrige Ansicht, dass das Leben fair sein sollte? Oder leicht? Manchmal tun wir fast so, als hätten wir ein Recht auf ein glattes, problemloses Leben. Und wenn es dann nicht so ist, machen wir vielleicht sogar Gott Vorwürfe. So als hätte er ein Recht verletzt.

Wie kommen wir auf die Idee, sowas zu erwarten? Gott jedenfalls hat uns nie ein glattes Leben versprochen. Das Leben ist nicht leicht. Schon Salomo stellte fest, dass das Leben unfair ist. Dass das Glück manchmal seltsam verteilt ist (Prediger, Kapitel 8, Verse 10-14). Und auch Jesus sagte den Jüngern immer, dass ihr Leben nicht leicht sein würde. «In der Welt wird man euch hart zusetzen. Verliert nicht den Mut: Ich habe die Welt besiegt!» (Johannes, Kapitel 16, Vers 33)

...aber ich habe die Welt überwunden

Wenn wir der Lüge aufsitzen, unser Leben müsste leicht sein, so neigen wir dazu, nur den zweiten Teil dieses Verses zu beachten. Aber die Wahrheit geht weit darüber hinaus. Das Leben ist manchmal hart. Schwierig. Unfair. Das ist einfach so. Und gehört zum Leben auf dieser Erde dazu. Doch Jesus hat die Welt überwunden. Hat das Schwere überwunden. Hat alle Unfairness überwunden. Er steht über all dem. Und weil er drüber steht, kann er uns in all dem beistehen. Und trägt er uns in der manchmal harten Welt durch.

Wir können auf dieser Erde kein Paradies erwarten. Und doch neigen wir immer wieder dazu, dieser Lüge aufzusitzen. Wenn wir glauben, das Leben müsse fair oder leicht sein, so werden wir bitter, wenn diese Erwartung enttäuscht wird. Wenn wir uns aber der Wahrheit bewusst sind, dass das Leben manchmal alles andere als ein Zuckerschlecken ist, so richtet sich unser Blick auf die Möglichkeit, alle Widrigkeiten – egal ob klein oder gross – mit Gottes Hilfe durchzustehen.

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