Masshalten – Teil 2 – Der Weg zu innerer Ruhe

22.10.2016
3 min

Das Streben nach immer mehr führt zu Hektik und Stress. Die Beziehung zu Gott bleibt dabei früher oder später auf der Strecke. Um zu echter Ruhe und einer tiefen Gemeinschaft mit Gott zu finden, müssen wir uns in vielen Lebensbereichen mässigen.

Viele Menschen leiden an Überbelastung. Der Druck am Arbeitsplatz ist gross, denn schliesslich gilt es, wettbewerbsfähig zu sein. Doch nach Arbeitsende gehen die Aktivitäten nahtlos weiter. Zahlreiche Verpflichtungen und energieraubende Hobbies verzehren unsere Zeit. Und auch WhatsApp, Facebook, Fernseher und vieles mehr machen es schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen. Unaufhörlich werden neue Dinge entwickelt, die man unbedingt haben muss. Es sind längst nicht nur die jungen Leute, die in ständiger Angst leben, etwas zu verpassen.

Die Kraft des Ruhens

Heute ist es beschämend zu sagen, man habe gerade nichts zu tun. Vielmehr gilt: Wer wichtig ist, hat niemals Zeit. Es ist eine Tragödie, wie viele Menschen durchs Leben hasten, weil sie denken, dadurch von Bedeutung zu sein. Leider hat diese Lüge auch viele Christen erfasst. Sie denken, es sei ehrbar, möglichst viel in Bewegung zu sein und viel für Gott zu tun. Natürlich ist arbeiten gut, schliesslich hat Gott uns dazu erschaffen. Doch es ist genauso wichtig, einfach zu ruhen und zu sich selbst zu finden. Erst, wenn wir aus Gottes Ruhe heraus wirken, erhält unser Tun Bedeutung.

Lass es genug sein!

Masshalten ist wichtig, auch im Blick auf unsere Aktivitäten. Es gibt eine Zeit zum fleissigen Arbeiten. Es gibt auch eine Zeit, Kontakte zu pflegen und eine Zeit, im Dienst für Gott eine Extrameile zu gehen. Doch was wir heute dringend brauchen, ist das Innehalten. Es gibt eine Zeit, alles genug sein zu lassen, alle Geräte auszuschalten und zu ruhen. Gott hat hierfür sogar einen ganzen Wochentag vorgesehen. Egal, was wir zu verpassen glauben, die Zeit des Ruhens vor Gott ist extrem wichtig.

Masshalten – Raum für Gott schaffen

Gott formt uns in allen Lebensumständen. Doch die bedeutendste Zeit, um Gottes Wirken an uns zu erfahren, ist beim Ruhen. Wir müssen uns in Arbeit, Freizeit und zuweilen auch im Dienst mässigen, um Raum für Gott zu schaffen. Der kenianische Gemeindegründer Geoffrey Matiti brachte es auf den Punkt: «Niemand wird von Gottes Vision ergriffen sein, solange er sich von der Hektik und den Technologien unserer Zeit beherrschen lässt.» Wer Gott an die erste Stelle in seinem Leben setzt, muss viele Dinge zurückstellen, um Zeit der Ruhe und der tiefen Gemeinschaft mit Gott zu finden.

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