Kann der Glaube tatsächlich Berge versetzen?

28.5.2006
2 min

Dass der Glaube Berge versetzen kann, wird oft als eine nicht ganz ernst zu nehmende Aussage abgetan. Glaube, der Berge versetzt? Solches hat man noch nie gesehen! Glauben wir einfach alle viel zu wenig, um so was machen zu können?"Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könntet ihr sagen zu diesem Berg: Hebe dich dorthin, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein." Dieser Vers aus der Bibel, hat vielen Menschen Schwierigkeiten bereitet, weil sie niemals jemand getroffen haben, der einen Berg bewegt hätte. Jesus brauchte hier ein Bild für den Glauben. Der Ausdruck "Berge versetzen können" war damals ein bekannter Ausdruck und wurde gebraucht, wenn jemand grosse Widerstände überwinden konnte. Jesus sprach von denen, die die Gabe des Glaubens erhalten hatten – die durch unerschütterliches Gebet den Arm Gottes bewegen konnten. Gebet kann also Berge versetzen. Gemeint sind eigentlich jene Berge, die unser Leben verstellen. Und die sind meistens viel gewichtiger, als wirkliche Gebirge. Das Wort "Berge" steht hier als Bild und Gleichnis für Ängste, Sorgen, Traurigkeiten, Verzagtheit, Schuld, Nöte, Schwierigkeiten, Ungerechtigkeiten, Bedrückungen kurz, für alles, was uns so hart zusetzt. Wobei ich nicht rigoros ausschliessen würde, dass man sogar tatsächlich ein Gebirge – durch Gott – in einer grossen Notsituation verschieben könnte.

Gebet versetzt Berge

Berge versetzen können, übermenschliches leisten – Jesus meint hier einen ganz bestimmten Glauben. Bei Jesus ist Glaube das Urvertrauen, das Grundvertrauen: ich bin geborgen in den Händen des himmlischen Vaters. Und dieser Glaube versetzt Berge. Jesus sagte, dass es wirklich nicht viel Glauben bedarf, um sogar Berge zu versetzen und in einer Weise zu leben, dass "nichts unmöglich" ist. Darin erweist sich dann wirkungsvolles Gebet: Wir sollten zuversichtlich sein, dass für Gott kein Ding unmöglich ist.

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