Als Wegbereiter – Sechs Wege, um evangelistischer zu beten

Viele Christen geben ihren Glauben kaum weiter; auch wenn sie sich wünschen, dass ihre Mitmenschen gerettet werden. Pastor Kie Bowman nennt sechs Ideen für ein evangelistisches Gebet.
18.7.2023
3 min
Pastor Kie Bowman
kiebowman.com
Pastor Kie Bowman

«Die Mehrheit der Christen laden andere nicht in die Kirche ein, erwähnen gegenüber einem verlorenen Familienmitglied oder Freund keinen Bibelvers und erklären anderen Menschen auch nicht das Evangelium», bilanziert Kie Bowman, Pastor in der «Hyde Park Baptist Church» sowie der «The Quarries Church» in Texas. Das erkenne man anhand der Statistiken: Die Anzahl an Taufen bei den Baptisten in den USA bewege sich laut Bowman auf einem 70-Jahres-Tief.

«Ein Werkzeug, das jedem Christen unmittelbar zur Verfügung steht, ist das Gebet.» Kie Bowman nennt hierfür sechs hilfreiche Punkte.

Mit Verlangen beten

Paulus betete leidenschaftlich dafür, dass Menschen gerettet werden. Wollen Sie das auch? Die Sehnsucht nach Rettung verlorener Familienmitglieder, Freunde und Mitarbeiter hilft, leidenschaftlicher zu beten. Charles Spurgeon veranschaulichte die Art von evangelikalem Herzschlag, der sich in Römer, Kapitel  10, Vers 1 widerspiegelt: «Wenn die Sünder verdammt werden, sollen sie wenigstens über unsere Leichen in die Hölle springen. Und wenn sie umkommen, dann sollen sie mit unseren Armen um ihre Knie gewickelt umkommen.»

Für Rettung beten

Paulus betete für die Verlorenen, dass sie gerettet werden. Die Hauptsache beim evangelistischen Gebet ist die Bitte an Gott, unsere verlorenen Freunde, Familienmitglieder und alle anderen zu retten. Wir haben keinen Grund zu zögern, wenn es darum geht, für die Errettung verlorener Menschen zu beten. Warum sollten wir jemals für weniger beten?

Für Behörden beten

Es war ebenfalls Paulus, der dazu aufrief, für die Regierung zu beten. Auch wenn es nicht immer möglich ist, ein friedliches Verhältnis zu den Behörden zu pflegen, ist es dennoch gut, für sie zu beten, denn Gott will, dass alle Menschen gerettet werden, wie in 1. Timotheus, Kapitel 2, Vers 4 festgehalten ist.

Für Evangelisten beten

Paulus erwähnt das Gebet etwa 40mal in seinen Briefen. Paulus bat die Gemeinde, für ihn zu beten, weil er als Evangelist an vorderster Front wusste, dass er die Gebetsunterstützung brauchte, um erfolgreich evangelisieren zu können. Wir sollten regelmässig für diejenigen beten, die Tag für Tag das Evangelium weitergeben.

Mutig beten

In der Apostelgeschichte sah sich die junge Gemeinde mit Verfolgung konfrontiert, als ihre Leiter verhaftet und hingerichtet werden sollten. Die Kirche flehte Gott an und glaubte trotz dem überwältigenden Widerstand an die Verheissungen Gottes. Sie bat Gott um mehr, nicht weniger Mut zum evangelistischen Zeugnis. Wir können nicht auf ein leichteres Umfeld für die Evangelisation warten: Verzweifelte Zeiten verlangen nach verzweifelten Gebeten!

Um Kraft beten

Billy Graham bedauerte: «Christen haben mehr Ausrüstung und Technologie, um die Welt zu evangelisieren, als je zuvor. Und es gibt besser ausgebildetes Personal. Aber eine der grossen Tragödien der gegenwärtigen Stunde ist diese: Den Christen mangelt es so oft an der Fülle des Geistes mit wahrer Abhängigkeit von Gottes Kraft für ihren Dienst.»

Wenn wir also die Kraft des Heiligen Geistes wollen, ist der Weg für uns das Gebet. Wir bitten Jesus, uns durch seinen Geist zu befähigen, damit wir in der Evangelisation effektiver sein können. Kie Bowman erläutert: «Es sollte selbstverständlich sein, dass das Gebet nicht die Verkündigung des Evangeliums und das Begegnen der Bedürfnisse der verletzten Menschen ersetzt. Vielmehr stärkt das evangelistische Gebet alle anderen Aspekte der Evangelisation. Wie der Autor S. D. Gordon schrieb: ‘Man kann mehr tun als beten, nachdem man gebetet hat, aber man kann nicht mehr tun als beten, bis man gebetet hat.’»

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