Rote Kühe in Israel – Sie sollen den Wiederaufbau des Tempels ankündigen

23.9.2018
3 min
Rotes Kalb
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Rotes Kalb

In Israel ist ein rotes Kalb zur Welt gekommen. Das Neugeborene ist für manche ein Vorbote für die Wiedererrichtung des Salomonischen Tempels nach 2'000 Jahren. Seit Mose gab es bislang nur neun rote Kälber, die der Überprüfung standhielten. Der jüdische Gelehrte Maimonides verband das Kommen der zehnten roten Kuh mit dem Messias.

Das «Temple Institute», das sich für den Wiederaufbau des Tempels auf dem Tempelberg in Jerusalem einsetzt, spricht betreffend der Geburt des roten Kalbes von einer biblischen Prophezeiung. Das Kalb kam bereits am 28. August zur Welt und ist Teil des Programms «Raise a Red Heifer» («Ein rotes Kalb grossziehen»), das vom Institut betreut wird.

Im 4. Buch Mose beschrieben

Eine Woche nach seiner Geburt wurde das Jungtier einer umfassenden Untersuchung durch rabbinische Experten unterzogen, die feststellten, dass das Kalb derzeit ein geeigneter Kandidat für das im 4. Buch Mose, Kapitel 19, Verse 1 bis 10 beschriebene rote Kalb ist. In drei Monaten wird es erneut überprüft, um festzustellen, ob es die notwendigen Voraussetzungen für die Erneuerung des Gottesdienstes im Heiligen Tempel besitzt.

Das «Temple Institute» glaubt, dass die Geburt einer roten Kuh eine Voraussetzung für die Errichtung des dritten Tempels ist. Es hat das Tier gezüchtet, indem es die gefrorenen Embryonen von «Red Angus»-Kühen in israelische Hauskühe implantiert hat. Mehrere andere Kälber wurden geboren, wurden aber später als ungeeignet beurteilt.

Damals gab es nur neun

Laut der Website des «Temple Institute» gab es seit Mose nur neun rote Kälber, welche der akribischen Überprüfung standhielten und verwendet werden konnten. Der jüdische Gelehrte Maimonides, der im 12. Jahrhundert nach Christus lebte, verband das Kommen der zehnten roten Kuh mit dem Messias und sagte: «Die zehnte rote Kuh wird vom König, dem Messias, vollendet werden; er möge schnell offenbart werden, Amen, möge es Gottes Wille sein.»

Das Institut sagt: «Wenn es in den letzten 2000 Jahren keine rote Kuh gab, dann vielleicht, weil die Zeit nicht reif war; Israel war noch lange nicht bereit. Aber jetzt... was könnte es für die Zeit, in der wir leben, bedeuten, die Mittel so nah bei der Hand zu haben? Mit den Worten von Maimonides im Hinterkopf, können wir nicht anders, als uns zu wundern und zu beten...» Es könne bedeuten, dass sie für diese Zeit geschaffen wurden.

Auch Christen rechnen mit drittem Tempel

Aufgrund mehrerer Bibelstellen rechnen Christen ebenfalls damit, dass der dritte Tempel wiederaufgebaut wird. Seine antike Stätte enthält heute muslimische Gebäude wie den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee und gilt als die drittheiligste Stätte des Islam.

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