Synergie oder der Teamgott

«Ich bin ein Team-Mensch aus Leidenschaft», verkündete der Astrophysiker Thomas Zurbuchen in einem TV-Interview. Gemeinsame Arbeit an einem Ziel macht fast alles möglich.

25.3.2026
2 min
Ein Team vervielfältigt immer ihre Möglichkeiten (Symbolbild)
Unsplash+ / Victoria Romulo
Ein Team vervielfältigt immer ihre Möglichkeiten (Symbolbild)

Zurbuchen war Herr über einen NASA-Etat von 7,9 Milliarden Dollar. Auch wenn viele letzte Entscheide bei ihm lagen, verliess er sich doch auf ein Heer von Tausenden von Mitarbeitern, mit denen er möglichst gut zusammenarbeiten musste. Nur so waren ambitionierte Ziele wie z.B. die Landungen auf dem Mars möglich. Heute ist Thomas Hansueli Zurbuchen übrigens als Professor für Weltraumwissenschaft und -technologie in der Leitung von ETH Zürich Space tätig.

1+1=5

Was geschieht eigentlich, wenn Menschen – oder auch Tiere – zusammenarbeiten? Jeder, der effektiv in einem Team schafft, weiss es: Das Ergebnis ist grösser als die Summe der Teilnehmer. Ein Ochse kann einen Wagen von etwa einer Tonne ziehen, zwei Ochsen dagegen nicht zwei, sondern fünf Tonnen! Diese wunderbare, unverhältnismässige Multiplikation nennt man «Synergie». Jedes erfolgreiche Team, jede funktionierende Ehe kennt diese Vervielfältigung der Möglichkeiten.

Der Teamgott

Christen glauben an einen Gott, der aus drei Personen besteht und doch eins ist. Drei, die das gleiche wollen und auf verschiedene Arten dazu beitragen. So wurde der Kosmos möglich. «Lasst uns Menschen machen», beschlossen die Drei, nachdem alles geschaffen war (eine Formulierung, zu der mindestens drei Teilnehmer nötig sind). Das Ergebnis ist bekannt – das wohl komplexeste Wesen des Weltalls. Du und ich.

Intim im Team

Obwohl wir Menschen uns gern losreissen und denken, dass wir das Leben allein hinkriegen (mit fatalen Folgen), wurde Gott nach christlichem Verständnis extra Mensch, um uns in eine ganz besondere, enge Team-Gemeinschaft mit sich selbst einzuladen. Wenn ich mich als Null erlebe, kommt eine Eins davor, wenn ich mich Christus anvertraue. «Ich schaffe alles durch den, der mich dazu stark macht – Christus», schrieb Paulus etwa. Hier liegt das Geheimnis, warum wir aus dem Kreislauf des Unheils, der Verzweiflung und des Unvermögens ausbrechen können: «Me and Jesus», wie Amy Grant einst sang.

Ein anderes Beispiel: Wenn du möchtest, dass Gott ganz besonders auf dein Gebet hört, bete es nicht allein. «Wenn zwei auf der Erde eins werden, etwas zu erbitten, wird euer Vater im Himmel es erhören», versprach Jesus. Tu dich mit jemandem (oder einer kleinen Gruppe) zusammen, werdet eins und bittet Gott. So kann Grosses entstehen, das in keinem Verhältnis zu den Ursprüngen steht.

Dieser Beitrag erschien im August 2022 auf Jesus.ch.

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