Glaube oder Sicherheit? – Wenn wir vor die Wahl gestellt werden…

22.4.2016
3 min

Sicherheit ist heute ein nur noch schwer zu findendes Gut. Nicht nur in krisen- und kriegsgebeutelten Ländern, auch in der westlichen Welt kann man sich nicht mehr so sicher sein wie früher – und trotzdem ist es eines der wichtigsten Dinge für uns Menschen.

Spätestens seit den Angriffen auf Paris und Brüssel ist auch den Westeuropäern das Urgefühl der Sicherheit genommen. Unsicherheit und Bedrohung, damit gehen wir nicht gerne um. Doch was, wenn wir plötzlich vor die Wahl gestellt werden: unser Glaube oder Sicherheit? Christus oder Sicherheit? Für was entscheiden wir uns dann?

Ein Mitarbeiter der Missionsorganisation «Frontiers», der im Nahen Osten mit syrischen Flüchtlingen arbeitet, hat dies scheinbare Dilemma mit folgenden Worten beschrieben:

«Es ist etwas, das wir mehr wertschätzen als fast alles andere. Wir denken, wir können es kontrollieren und wollen es nie aufs Spiel setzen: die Sicherheit. Wir bilden uns ein, dass wenn wir an bestimmten Orten leben, uns von anderen Orten fernhalten, uns mit gewissen Menschen zusammentun und andere vermeiden, dann sind wir sicher. Trotzdem können wir es nicht kontrollieren oder vorhersagen, wann wir wirklich sicher sind und wann nicht. Jesus hat uns nie unsere Sicherheit garantiert. Vielmehr das Gegenteil.

Frieden vom Friedensfürst

Am Ende des letzten Abendmahls sagte Jesus zu seinen Jüngern: «Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe die Welt besiegt.» (Johannes, Kapitel 16, Vers 33). ‚Ihr könnt ruhig mit Problemen rechnen‘, sagt uns Jesus hier. Der innere Frieden kommt nicht von den äusseren Bedingungen oder Ereignissen. Wir erhalten Frieden, wenn wir in ihm bleiben, dem Friedensfürst, der die Welt besiegt hat.

Und unsere Sicherheit? Die liegt darin, dem Herrn zu vertrauen, egal, wie unsere Situation aussieht oder was in der Welt vorgeht. «Wer das Urteil der Menschen fürchtet, gerät in ihre Abhängigkeit; wer dem Herrn vertraut, ist gelassen und sicher.» (Sprüche, Kapitel 29, Vers 25).

Viele unserer Unterstützer, die regelmässig für uns beten, sorgen sich um unsere Sicherheit, während wir uns um syrische Flüchtlinge im Nahen Osten kümmern. Wir sind uns der Risiken bewusst und nehmen die Sicherheitsmassnahmen nicht auf die leichte Schulter. Mit Hilfe der Ratschläge unseres Teams und unserer Vorgesetzten sorgen wir vor. Aber Jesus Christus hat jedem von uns aufgetragen, seine Botschaft zu den Völkern zu bringen. Das ist nicht immer einfach oder sicher. Aber es ist die Gefahr wert!»

Im Zentrum von Gottes Willen

Jemand sagte mir einmal: Man ist nirgends so sicher wie im Zentrum von Gottes Willen. Wenn ich Gott gehorche und dorthin gehe oder das ausführe, was er von mir möchte, dann darf ich mir sicher sein, dass ich bei ihm sicher bin – und dass er dafür sorgen wird, dass alles, was um mich herum geschieht, zu meinem Besten dient.

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