Ich höre oft von gläubigen Christen, dass es ihnen absolut nicht leicht fällt, fremde Menschen auf den Glauben anzusprechen. Das ist völlig normal. Es ist okay, wenn es sich im ersten Moment unangenehm anfühlt. Wir alle kennen diese Momente von Unsicherheit oder Menschenfurcht.
Doch woher kommt das? Eine Freundin hat mir einmal einen Gedanken mitgegeben, der meine ganze Perspektive auf den Kopf gestellt hat. Sie fragte sich: «Woran hätte der Teufel wohl Freude?» Die Antwort ist simpel: Wenn wir aus Angst schweigen und die beste Botschaft der Welt für uns behalten. Wenn wir also diese Angst spüren, ist das oft ein Zeichen dafür, dass wir gerade kurz davor sind, etwas zu tun, das Gottes Reich baut! Das bedeutet nicht, dass wir etwas falsch machen, sondern dass wir genau auf dem richtigen Weg sind. Ich habe für mich gelernt, mich immer wieder neu zu überwinden. Nicht, weil ich so mutig bin, sondern weil mir Jesus und die Menschen einfach zu wichtig sind.
Berufen für etwas Grosses
Es ist doch absolut genial, wenn man sich das einmal bewusst macht: Jesus Christus, der Schöpfer des Universums, hat uns ausgewählt! Er möchte uns gebrauchen, damit sein Königreich hier auf der Erde sichtbar wird und Menschen von seiner Liebe erfahren. Wir müssen das nicht aus eigener Kraft tun.
Ich persönlich liebe diese Abenteuer mit Jesus. Für mich gibt es nichts Erfüllenderes, deshalb verbringe ich meine Ferien auch fast immer auf Missionseinsätzen. Möchtest du auch mal mit uns auf einen THE FOUR Einsatz kommen und erleben, wie Gott durch dich wirken wird?
Gerade vor Kurzem hatten meine Freunde und ich eine Idee: Wir wollten an ein grosses Festival hier in der Schweiz gehen. Nicht, um einfach nur zu feiern, sondern um Jesus dorthin zu bringen, wo die Menschen sind. Die Stimmung vor Ort war einfach fantastisch! Die Menschen waren so offen, motiviert und herzlich.
Um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, haben wir uns ein einfaches, aber effektives Hilfsmittel überlegt. Wir haben Pappkartons genommen und grosse Fragen darauf geschrieben:
«Brauchst du ein Wunder?»
«Wer ist Jesus für dich persönlich?»
«Was ist der Sinn deines Lebens?»
Mit diesen Schildern setzten wir uns einfach an den Strassenrand auf dem Festival-Campingplatz. Und was dann passierte, hat uns alle umgehauen: Sofort kamen Menschen auf uns zu und suchten das Gespräch! Ein junger Mann war so begeistert, dass er losging, seinen eigenen Campingstuhl holte, sich zu uns setzte und uns eine Frage nach der anderen stellte. Es war so schön, zu sehen, wie hungrig die Menschen nach Wahrheit sind.
Und Jesus tat Wunder: Für einen anderen Mann durften wir direkt vor Ort um Heilung beten, weil er Schmerzen hatte. Ein paar Stunden später, kam ich gerade aus den Toi-Toi-Toiletten, da lief er mir zufällig wieder über den Weg. Er strahlte mich an und sagte: «Der Schmerz ist weg!» Halleluja!
Eine andere Idee war ganz simpel: Strassenkreide. Wir schrieben ermutigende Botschaften und Bibelverse auf den Asphalt. Noch während ich am Schreiben war, kam ein Mann auf mich zu, gab mir ein High Five und bedankte sich dafür, dass wir etwas über Jesus schreiben. Auf diesem Festival mit rund 80'000 Besuchern durften viele davon Jesus begegnen. Dieser Einsatz hat sich unglaublich gelohnt, und wir sind überglücklich und total erfüllt nach Hause gegangen.
Praktische Tipps für deinen Alltag
Du fragst dich jetzt vielleicht: «Schön und gut, aber ich werde sicher nicht auf ein Festival gehen.» Das musst du auch gar nicht! Hier sind ein paar Tipps, wie du ganz entspannt starten kannst:
Die «Kreativmethode»: Schau dir zum Beispiel die Website von THE FOUR an. Wenn du dort nach «Reachout-Ideen» suchst, findest du geniale Inspirationen. Die Idee mit der Strassenkreide ist perfekt für den Anfang: Du musst im ersten Schritt niemanden direkt ansprechen, und trotzdem pflanzt du einen Samen in die Herzen derer, die es lesen.
Gebet im Alltag: Bevor du das Haus verlässt, bete kurz: «Jesus, öffne mir heute die Augen für Menschen, die dich brauchen, und gib mir den Mut, mit ihnen über dich zu sprechen.»
Fragen stellen: Ein einfaches «Was glaubst du eigentlich, was nach dem Tod kommt?»
Hast du so etwas schon einmal ausprobiert? Wenn nicht, möchte ich dich heute von ganzem Herzen ermutigen: Spring über deinen Schatten.
Schnapp dir deine Freunde, motiviere deine Kleingruppe oder deine Kirche. Und wenn du das Gefühl hast, dass du in deinem Umfeld ganz alleine mit diesem Wunsch dastehst: Schreib uns einfach! Wir lieben es, zu unterstützen. Wir planen gerne mit dir gemeinsam einen Evangelisations-Nachmittag bei dir vor Ort, inklusive einem kurzen, praktischen Training, das dir die Angst nimmt. Egal ob direkt in deiner Gemeinde oder im Park mit deinen Freunden.
Die Ernte ist reif und die Menschen warten auf die Hoffnung, die du in dir trägst. Bist du bereit für das Abenteuer? Let’s go!



