Vor 30 Jahren feierte eine Maturaklasse aus Österreich ihren Abschluss auf Mallorca. Mit dabei war Andi, der Jesus von Herzen liebte und sich nichts anderes wünschte, als dass seine Freunde aus seiner Klasse Jesus kennenlernen und sich nicht volllaufen lassen oder – wie es einige am Ballermann nennen würden – den Maschinenraum fluten.
Während der Abschlussfahrt betete er für seinen Freund, dass er kein Bier trinken und sich stattdessen nach dem echten Lebenswasser sehnen würde. Seine Gebete wurden erhört: Noch an diesem Abend kam sein Freund genervt ins Hotel zurück, weil ihm niemand Bier ausschenken wollte, obwohl er in drei verschiedenen Bars war! In dieser Nacht hatten die beiden Freunde ein tiefes Gespräch und begannen, zusammen in der Bibel zu lesen. Sein Freund begann daraufhin, Jesus nachzufolgen, und änderte sein Leben von Grund auf. Wow, Andi war überglücklich, dass so etwas am Ballermann geschehen konnte.
Ein Ort wie dieser ist genial
Gott scheint diesen Ort wirklich auf dem Herzen zu haben. Wie vor 30 Jahren wirkt Jesus auch heute am Ballermann. Seit vier Jahren kommen während der gesamten Partysaison junge Christen zu «Reach Mallorca», um gemeinsam die Liebe Gottes an diesen Ort zu bringen. Es gibt erstaunlich viele Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind. Ein Ort wie dieser ist genial, um mit ihnen über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Die Leute haben Zeit, da sie im Urlaub sind, und sind gut gelaunt, weil sie nicht in ihrem Arbeitsalltag feststecken. Schilder mit kurzen Statements wie «Gratis Gebet», «Fragen an Gott» oder «Teile deine Lebensgeschichte» stechen im Partygetummel heraus und die Reaktionen sind garantiert.
Kürzlich haben wir wieder Gottesdienste am Strand veranstaltet, um direkt vor einem beliebten Partyort das Evangelium weiterzugeben. Die Resonanz war überwältigend: Ich habe selten erlebt, dass Menschen sich über eine halbe Stunde ruhig hinsetzen und das Evangelium regelrecht aufsaugen.
Bei einem dieser Gottesdienste kam eine junge Frau auf uns zu, die sich förmlich zu uns hingezogen fühlte. Ein paar Stunden vorher war sie noch feiern, aber irgendwie hatte sie den Impuls, die Bierhalle zu verlassen und nach draussen zu gehen. Dort konnte sie den Gottesdienst kaum übersehen – sie entschied sich für ein Leben mit Jesus und liess sich am darauffolgenden Tag taufen.
Kein Ort ist zu dunkel
Viele Leute, die ich treffe, sind erstaunt, dass wir ausgerechnet an einer Partymeile von Jesus erzählen. Doch wir sind überzeugt: Gott möchte eine Beziehung mit allen Menschen und kann ihnen überall begegnen.
Bestimmt kennst auch du Menschen und Orte, die Jesus brauchen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht offen erscheinen. Für Jesus ist kein Ort zu weit entfernt, zu dunkel oder zu komplex, als dass seine Liebe dort nicht wirken könnte.
Welche unerwartete Idee könntest du einmal ausprobieren?




